Nach fast 2 Jahren mit Corona

Sonderrechte oder nicht? - Was tun, wenn das Urlaubsland wieder neue Maßnahmen verhängt?

In der Alpenregion steigen die Corona-Zahlen immer weiter.
In der Alpenregion steigen die Corona-Zahlen immer weiter.

19. November 2021 - 14:22 Uhr

Wir leben schon fast 2 Jahre mit dem Corona-Virus

Seit fast zwei Jahren ist das Corona-Virus Teil unseres Lebens und wir haben weitestgehend gelernt mit ihm zu leben und umzugehen. Impfstoffe wurden entwickelt und somit erste Erfolge im Kampf gegen das Virus verzeichnet. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass einzelne Länder bei aktuell steigenden Infektionszahlen nochmals auf strengere Maßnahmen zurückgreifen werden. Und das wirft bei Urlaubern die Frage auf: Habe ich noch immer Sonderrechte, wenn mein Urlaub von Corona-Maßnahmen betroffen ist?

Urlauber haben wieder mehr Freiheiten

Spätestens seit dem Erfolg, dass wirksame Impfstoffe gegen das Corona-Virus entwickelt wurden, wurde Urlaubern das Reisen seitens vieler Länder wieder erleichtert. Geimpfte erfahren vielerorts Erleichterungen in Sachen Einreise. Personen, die nicht geimpft sind, wird die Einreise in manche Länder sogar vollkommen untersagt. Das ist besonders bei einigen Fernreisezielen der Fall. In anderen Ländern bewahrt die Impfung Urlauber vor einer Quarantäne.

Eine Auswahl an Ländern, in die nur Geimpfte einreisen dürfen:

  • Kanada
  • USA
  • Mauritius
  • Singapur
  • Norwegen

Hier umgehen Geimpfte eine Quarantäne:

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  • Großbritannien und Nordirland
  • Island
  • Lettland
  • Malta
  • Slowakei
  • Tschechien

+++ Interaktive Karte: So ist die Lage in den europäischen Urlaubsländern +++

Während das Reisen leichter wird, werden Rücktritte schwerer

Dass wir uns nach so einer langen Pandemie-Zeit nun auf die neuen Lebensverhältnisse eingestellt haben, kommt uns aber nicht nur zugute. Besonders Reisende sollten sich dessen jetzt bewusst sein. Während es zu Beginn der Pandemie noch möglich war, einen Urlaub aufgrund von außergewöhnlichen Umständen kostenfrei zu stornieren, wird das heute nicht mehr ganz so einfach sein. Der Grund: Urlauber können nach einer so langen Zeit nicht mehr sagen, dass sie von der Situation überrascht wurden. Vielmehr muss man, wenn man jetzt eine Reise bucht, damit rechnen, dass sich die Lage nochmal verschlimmern kann und dass der Urlaub daher nicht wie gewünscht stattfinden kann oder zumindest durch Corona-Maßnahmen beeinträchtigt wird. Das bestätigt auch RTL-Reiseexperte Ralf Benkö.

Es gibt aber einen wichtigen Unterschied. Und zwar den zwischen Individualreisen und Pauschalreisen. Bei Individualreisen, wo jeder Bestandteil wie Hotel und Flug einzeln gebucht wird, wird es für einen Urlauber nämlich schwieriger sein, von einer Buchung zurückzutreten, als es bei einer Pauschalreise der Fall ist. Und das liegt, wie der Experte erklärt daran, dass es bei einer Individualreise lediglich darauf ankommt, ob ein Hotel beispielsweise die gebuchte Leistung erbringen kann. Ist kein generelles Beherbergungsverbot ausgesprochen, kann ein Hotel den Urlauber aufnehmen und erfüllt somit die Vertragsleistung. Etwaige Beeinträchtigungen während des Urlaubs, die aufgrund von Corona-Maßnahmen bestünden, müsste der Urlauber dann in Kauf nehmen, oder aber stornieren, und mögliche Stornierungskosten zahlen.

Bei einer Pauschalreise sieht das anders aus. Das liegt daran, dass viele Veranstalter mittlerweile besondere Flex-Optionen anbieten. Und es macht Sinn, diese Option bei der Urlaubssuche zu berücksichtigen. Denn sie erlauben es Reisenden häufig, bis einige Wochen vor Reisebeginn kostenfrei von der Reise zurückzutreten, erklärt der RTL-Reiseexperte. Welche genauen Konditionen die jeweilige Flex-Option genau beinhaltet, können Urlauber in jedem Einzelfall bei der Buchung nachlesen. Was aber sicher ist: Eine Pauschalreise ist in diesen besonderen Zeiten definitiv die sichere Wahl. (rbe/vho)