Tragisches Unglück auf der Isle of Man

Sohn trifft Vater erstmals nach 35 Jahren und stirbt wenige Minuten später

Paul Cowell starb bei einem Motorradunfall. Er hinterlässt zwei erwachsene Söhne.
Paul Cowell starb bei einem Motorradunfall. Er hinterlässt zwei erwachsene Söhne.
© Demi Ramshaw

05. Oktober 2021 - 19:36 Uhr

Paul Cowell starb bei einem Motorradunfall auf der Isle of Man

Paul Cowell (56) hatte eigentlich noch eine Menge vor. Er war gerade seit 12 Tagen Stief-Großvater, als er sich mit seinem Vater auf der Isle of Man traf. Die beiden Männer hatten sich 35 Jahre lang nicht gesehen, wie die Zeitung "Mirror" berichtet. Der Brite war so aufgeregt über die Wiedervereinigung mit seinem Vater, dass er sogar noch einen Videoanruf an seine Söhne absetzte, um ihnen ihren Großvater zu zeigen, den sie nie kennengelernt hatten. Doch nur Minuten später war Cowell tot.

Paul Cowell war auf dem Weg zu der Stelle, wo die Asche seiner Mutter verstreut ist

Wie die Zeitung berichtet, war der 56-jährige Motorradfan auf der Isle of Man geboren und aufgewachsen. Als junger Mann ging er dann nach Fleetwood (nördlich von Blackpool) und gründete dort eine Familie. Nach dem Wiedersehen mit seinem Vater am 27. September 2021 brach Cowell auf, um die Stelle zu besuchen, an der die Asche seiner Mutter verstreut war. Dazu musste er in die Berge fahren, denn die Stelle lag in der Nähe der bekannten Mountain Road auf der Insel.

Wie das Portal "Lancs Live" berichtete, stieß Cowell auf dem Motorrad frontal mit einem Wohnmobil zusammen, das ihm auf der Gebirgsstraße entgegen kam. Die Unfallermittler gehen davon aus, dass der Familienvater von der Sonne geblendet wurde, als er bergauf fuhr, und deshalb verunglückte. Nur etwa zehn Minuten nachdem er sich von seinem Vater verabschiedet hatte. Die Straße ist für ihre gefährlichen Haarnadelkurven berüchtigt.

Paul Cowell und seine Lebensgefährtin
Paul Cowells Lebensgefährtin reiste sofort auf die Isle of Man, nachdem der 56-Jährige dort tödlich verunglückte.
© Demi Remshaw

Familie trauert um 56-jährigen Motorradfan

Cowell wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er starb. Demi Ramshaw, die Stieftochter des Unfallopfers sagte dem "Mirror", dass die Lebensgefährtin des 56-Jährigen sofort auf die Insel gefahren sei. Die ganze Familie sei "tieftraurig und immer noch unter Schock", schrieb sie bei "Gofundme". Paul Cowell habe "seine Flügel" viel zu früh verliehen bekommen. Sie wollten den Toten jetzt zurück nach Fleetwood holen. Für die Kosten der Überführung sammelt die Familie spenden.

"Ich und mein Partner Danny haben gerade erst ein Baby bekommen", erklärte die 22-Jährige im "Mirror"-Interview. Der kleine Junge war gerade mal seit zwölf Tagen geboren gewesen, als ihr Stiefvater tödlich verunglückte. Der habe seinen Stief-Enkel nur ein Mal sehen können. "Das ist einfach nur tragisch." Cowell hinterlässt neben seiner Stieftochter noch zwei Söhne im Alter von 29 und 32 Jahren. (jgr)