So wehren Sie sich gegen Strafzettel

28. Juli 2015 - 9:03 Uhr

Drei Möglichkeiten, Knöllchen nicht zu zahlen

Machen Sie immer alles richtig? Falls Ihnen schon mal kleinere Sünden unterlaufen, besteht das Risiko, dass Vater Staat zur Kasse bittet. Aber auch er macht nicht immer alles richtig. Es gibt drei Möglichkeiten, sich gegen einen Strafzettel zur Wehr zu setzen.

1. Prüfen Sie, ob Sie zu Recht beschuldigt werden. Ist zum Beispiel der Parkschein nur heruntergefallen, sollten Sie ihn gut aufheben und ihn per Fax oder eingescannt an die Bußgeldstelle einschicken.

Es lohnt sich auch, Fahrzeugtyp und Kennzeichen auf dem Bescheid genau unter die Lupe zu nehmen. Stimmt da etwas nicht, dann war auch Ihr Wagen nicht gemeint!

2. Geht es um einen Verstoß gegen ein mobiles Schild, sollten Sie die Stelle noch einmal aufsuchen. Es könnte zum Beispiel verkehrt herum stehen, weil Kinder daran herumgespielt haben. Machen Sie ein Foto, wenn das der Fall ist.

Das Schild könnte auch verwittert, zugewachsen oder - im Winter - mit Schnee bedeckt gewesen sein. Auch dann gilt es nicht. Foto machen und Einspruch an die Bußgeldstelle!

Netter Anruf hilft manchmal direkt

3. Waren Sie in einer Notlage? Werden Sie geblitzt, während Sie Ihr krankes Kind ins Krankenhaus fahren, dann waren Sie in einer Notsituation. Lassen Sie sich das vom Krankenhaus oder dem Arzt bestätigen.

Gleiches gilt auch, wenn Sie die hochschwangere Frau zur Entbindung bringen oder sogar wenn Sie mit akutem Durchfall kämpfen.

Am besten, Sie rufen den zuständigen Sachbearbeiter an und klären die Sache direkt. Es gibt auch nette Menschen in dieser Position, die das Verfahren direkt einstellen, ohne dass Sie weitere Unterlagen einreichen.