Sparen und Gutes für die Umwelt tun

So reduzieren Sie Ihren Wasserverbrauch in Küche und Garten

Wassersparen in Küche und Garten
Wassersparen in Küche und Garten
© RTL, Torsten Rabe

07. Oktober 2021 - 11:45 Uhr

Wassersparen ist immer eine gute Sache

Zugegeben, wir haben in Deutschland keine akute Wasserknappheit, die uns zwingt auf jeden einzelnen Tropfen achtzugeben. Trotzdem macht es Sinn, nicht allzu verschwenderisch damit umzugehen. In der Küche und im Garten kann man hier gleich anfangen, den einen oder anderen Liter bzw. Kubikmeter Wasser einzusparen. Wenn Sie ein paar einfache Dinge beachten, sind Sie gleich viel nachhaltiger und sparen ganz nebenbei auch noch den einen oder anderen Euro.

Lesetipp: So sparen Sie bis zu 700 Euro im Jahr in Ihrem Badezimmer

Die Maschine spült besser und sparsamer

Wer seinen Geschirrspüler so einräumt, verbraucht unnötig Wasser und Energie
Wer seinen Geschirrspüler so einräumt, verbraucht unnötig Wasser und Energie
© RTL, Torsten Rabe

Auch wenn uns die Werbung vollmundig verspricht, dass das Spülen von Hand in spanischen Dörfern nach einem großen Fest ein Kinderspiel ist, wenn man nur das richtige Spülmittel verwendet, empfehlen wir den Einsatz der Spülmaschine. Das ist viel bequemer als die gute Handarbeit und es spart Wasser. Moderne Geräte kommen mit der Hälfte des Wassers aus, die für einen Handspülgang notwendig wäre. Übrigens müssen Sie das Geschirr auch nicht im Waschbecken vorspülen. Es ist vollkommen ausreichend, wenn Sie grobe Essensreste vor dem Spülen vom Teller in den Hausmüll entsorgen. Das Klo ist hierfür übrigens völlig ungeeignet. Wenn Sie Ihre Spülmaschine bis zum Spülgang geschlossen halten, trocknet der Schmutz auch nicht an und Teller, Tassen und Co. werden problemlos sauber.

Obst und Gemüse nicht unter fließendem Wasser waschen

Obst und Gemüse nicht unter fließendem Wasser, sondern in einer Schüssel waschen
Obst und Gemüse nicht unter fließendem Wasser, sondern in einer Schüssel waschen
© RTL, Torsten Rabe

Egal, ob frisch geerntet aus dem eigenen Garten, vom Bauern um die Ecke oder aus dem Supermarkt: Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr gewaschen werden. Aber bitte nicht unter fließendem Wasser. Da laufen nämlich pro Minute 20 Liter durch. Das geht sparsamer. Einfach das Wasser in eine Schüssel geben und Salat, Äpfel, Radieschen und Co. ein Wannenbad gönnen. Das Wasser können Sie nach der Reinigung dann auch noch völlig problemlos Ihren Zimmerpflanzen geben, was den Einspareffekt noch einmal erhöht.

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Der Luftsprudler an der Küchenarmatur

Ein Wassersprudler reduziert den Wasserdurchlauf in der Küchenarmatur
Ein Wassersprudler reduziert den Wasserdurchlauf in der Küchenarmatur.
© RTL, Torsten Rabe

Hat Ihre Küchenarmatur schon einen Luftsprudler eingebaut? Wenn nicht, sollten Sie das schnell nachrüsten. Die kleinen Helferlein aus dem Baumarkt sorgen dafür, dass der Wasserdurchlauf um bis zu 33 Prozent reduziert wird, ohne dass man das Gefühl hat weniger Wasser zu bekommen. Da ist der Anschaffungspreis von etwa 10 Euro schnell wieder reingeholt.

Tropfende Wasserhähne kosten Geld

Ein tropfender Wasserhahn ist nicht nachhaltig.
Ein tropfender Wasserhahn ist wirklich nicht nachhaltig und reißt Löcher in die Haushaltskasse.
© RTL, Torsten Rabe

Ein tropfender Wasserhahn nervt ungemein. Allein das Geräusch kann einen in den Wahnsinn treiben. Aber was noch schlimmer ist: Sie werfen Geld einfach zum Fenster raus oder besser gesagt, Sie spülen es einfach durch den Abfluss. Selbst wenn der Wasserspender in der Küche nur ein kleines bisschen tropft, sind das im Jahr schnell 800 Liter Wasser. Ist die Undichtigkeit größer, kommen wir aufs Jahr gerechnet auch gerne mal auf den einen oder anderen Kubikmeter.

Im Garten mit dem richtige Timing Wasser sparen

Beim Wässern des Gartens, kommt es auf das richtige Timing an.
Beim Wässern des Gartens, kommt es auf das richtige Timing an.
© RTL, Torsten Rabe

Im Garten kommt man gerade in trockenen Sommern nicht umhin, seine Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Entscheidend ist hier das richtige Timing. Wenn Sie früh morgens oder spät abends zur Gießkanne oder zum Wasserschlauch greifen, hat das Wasser auch eine Chance in die tieferen Erdschichten vorzudringen, ohne vorher in der Sonne zu verdampfen. Damit müssen Sie dann auch nicht zwingend jeden Tag die Blumen wässern. Auch zu zaghaftes Gießen, ist nicht zielführend. Seien Sie großzügig mit dem Wasser. Das durchtränkt den Boden, der dann als Wasserspeicher fungieren kann. Dann kommen Ihre Pflanzen auch mal ein paar Tage ohne Wasser aus. Idealerweise kommt das kostbare Nass zum Gießen aus einer Regentonne oder einer Zisterne. Hier sammeln Sie kostenloses Regenwasser. Günstiger geht es kaum. Und wenn dann der Schlauch zum Einsatz kommt, lassen Sie sich Zeit. Der Boden kann das Wasser nicht so schnell aufnehmen. Darum den Strahl runterdrehen und langsam gießen. Dann kommt das lebensspendende Nass auch da an wo es hin soll und läuft nicht unkontrolliert in die Beete.

Der Rasen muss nicht immer satt grün sein

Wenn der Rasen etwas länger ist, muss er nicht so häufig gegossen werden
Wenn der Rasen etwas länger ist, muss er nicht so häufig gegossen werden
© RTL, Torsten Rabe

Der Rasen muss nicht jeden Tag lang und breit gegossen werden. Wenn das Grün hier mal in ein sanftes Gelb umschlägt, ist das kein Problem. Die Wiese wird sich schnell von der Trockenheit erholen und zu seiner normalen Farbe zurückkehren. Es macht auch Sinn, den Rasen gerade im Sommer etwas länger zu lassen. Das ist ein natürlicher Schutz gegen das Austrocknen.(tra)

Lesetipp: So wird Ihr Garten klimafreundlich