Grobe Umweltverschmutzung

Unvergesslicher Fund: Angler zieht 91 gelbe Plastikenten aus dem Wasser

05. November 2021 - 17:22 Uhr

Quietscheentchen auf Abwegen

Sicherlich kein alltäglicher Fund für den Schlüchterner Fliegenfischer Thomas Miserre. Zuerst eine, dann zwei und irgendwann zu viele. Ein entspannter Angeltag in Sinntal verlief anders als geplant. Gemeinsam mit Tochter Emelie angelte der 54-jährige Bauunternehmer in der naheliegenden Sinn, als plötzlich etwas Gelbes an ihm vorbeischwamm. Keine Neuheit für ihn. Er steckte das gelbe Gummientchen in seine Westentasche. Kurze Zeit später kamen die nächsten Plastikenten vorbei geschwommen. Schließlich erblickten er und seine Tochter unzählige weitere in einem Dornengestrüpp. Das war selbst für die großzügig bestückte Anglerweste von Thomas Miserre zu viel des Guten.

Die Bergungsaktion beginnt

Badeentchen gefangen im Dornenbusch
Badeentchen gefangen im Dornenbusch
© privat

Eine Woche später begaben sich Thomas Miserre und sein Sohn dann auf die Rettungsmission. Gemeinsam fischten sie die Badeenten aus dem Dornenbusch und taten dabei noch etwas Gutes für die Umwelt.

Also zog das Vater/Sohn-Duo in Watthosen und mit Kescher bewaffnet los, den Fluss hinauf. Was als mühselige Arbeit begann, endete in einem spannenden Wettstreit. Wer findet mehr Plastikenten und kann sie aus dem Bach fischen? Den Wettbewerb gewann Sohn Joshua. Insgesamt wurden 91 Kunststoffvögel geborgen. Da diese mit Nummern versehen wurden und die höchste 167 betrug, vermuten die beiden noch weitere - bereits untergegangene - Entchen im Fluss.

Umweltschutz kann jeder

Thomas Miserre und Sohn Joshua auf Rettungsmission
Thomas Miserre und Sohn Joshua auf Rettungsmission
© privat

Laut Thomas Miserre engagieren sich Angler oft für den Umweltschutz, vor allem natürlich in den naheliegenden Gewässern. Aufgrund des skurrilen Fundes kam auch die Idee, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Jeder kann und sollte einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, teilt uns der Bauunternehmer mit.

Somit sollte man seine Plastikenten in Zukunft dann doch lieber in der heimischen Badewanne halten. (esc)