Sieht aus wie ein Wolf, ist aber keiner: Merkwürdiges Tier gibt Experten Rätsel auf

27. Mai 2018 - 17:24 Uhr

Farmer dachte, er hätte einen Wolf erschossen

Was ist das für ein Tier? Als der Farmer aus Denton im US-Bundesstaat Montana den vermeintlichen Wolf in der Nähe seiner Herde herumschleichen sah, zögerte er nicht lange und drückte ab. Doch das Tier, das er erschossen hat, ist kein Wolf. Der merkwürdige Vierbeiner gibt selbst Wildtierexperten Rätsel auf und im Internet verbreiteten sich rasend schnell die wildesten Theorien.

Baby Grizzly, Werwolf oder Chupacabra?

Das Tier sieht zwar aus, wie ein Wolf ist aber keiner. Woran die Wildtierexperten das erkennen, sehen Sie im Video. Ist es vielleicht ein übrig gebliebener Canis dirus (das ist Latein und bedeutet so viel wie: 'Schrecklicher Hund')? Diese riesengroße Hundeart ist eigentlich seit 10.000 Jahren ausgestorben. Aber vielleicht haben doch ein paar Exemplare versteckt in der Wildnis überlebt, spekulierten einige User in sozialen Netzwerken.

Andere hielten die merkwürdige Kreatur für einen halbverhungerten Baby-Grizzly und manche hatten so viel Fantasie, dass sie glaubten, der Farmer hätte einen Werwolf oder einen Verwandten des mythischen Waldmenschen Bigfoot erlegt. Wieder andere hielten das Tier für einen Chupacabra, ein hundeähnliches Fabelwesen aus Lateinamerika, das Ziegen und Schafen die Kehle aufschlitzen und ihr Blut trinken soll.

DNA-Analyse soll das Rätsel lösen

Die Erklärung ist vermutlich viel weniger spektakulär. Das zuständige Naturschutzamt erklärte, das Tier sei definitiv aus der Gattung der Caniden – also der Familie der Hunde, zu denen auch Füchse, Coyoten und Wölfe gehören. Wahrscheinlich ist das seltsame Tier einfach nur eine Kreuzung aus einem Hund oder einem Kojoten und einem Wolf.

Das 'Montana Department of Fish, Wildlife and Parks' wollte das Rätsel jedenfalls ein für alle Mal lösen und hat Gewebeproben des wolfsähnlichen Tieres zur Analyse geschickt. "Wir haben keine Ahnung, was es ist, bevor wir nicht die DNA-Ergebnisse vorliegen haben", sagte Bruce Auchly, Sprecher des Ministeriums der Zeitung 'Great Falls Tribune'. Bis die Ergebnisse vorliegen könnte es aber noch Wochen oder sogar Monate dauern, je nachdem wie viele Fälle das Labor vorher noch bearbeiten muss.