Sie rief zum Widerstand gegen Corona-Regeln auf

Kriminalpolizei ermittelt gegen Heidelberger Rechtsanwältin

Eine Heidelberger Rechtsanwältin wurde in die Universitätsklinik gebracht, nachdem sie einen Polizisten getreten hatte.
Eine Heidelberger Rechtsanwältin wurde in die Universitätsklinik gebracht, nachdem sie einen Polizisten getreten hatte.
© dpa

15. April 2020 - 9:44 Uhr

Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen

Rief sie zum Widerstand gegen die staatlich festgelegten Corona-Verordnungen auf? Wie die Polizei Mannheim mitteilte ermitteln die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg gegen eine Rechtsanwältin. Sie soll dazu aufgerufen haben, sich am Ostersamstag bundesweit zu einer Demonstration zu versammeln.

Rechtsanwältin soll Polizisten getreten haben

Am Abend des Ostersonntag gegen 20 Uhr soll ein Zeuge dann den Notruf gewählt haben, weil ihn eine Frau an der Thibautstraße um Hilfe gebeten habe. Sie würde verfolgt, so sagte sie angeblich. Bei der Frau handelte es sich um die oben genannte Rechtsanwältin. Als die Polizei dann eintraf, sollen die Beamten entschieden haben, dass sie medizinische Hilfe benötigt.

Weil sie in eine Klinik gebracht werden sollte, hätten sie die Beamten festgehalten, so heißt es. Daraufhin trat die Rechtsanwältin angeblich mehrmals gegen einen der Polizisten.

Ermittlungen wegen Verdachts des tätlichen Angriffs

Wegen des Vorfalls wurden die Ermittlungen wegen Verdachts des tätlichen Angriffs und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Die Rechtsanwältin ist daraufhin ins Universitätsklinikum Heidelberg gebracht und dort stationär aufgenommen worden.

In einer Mitteilung wies die Polizei ausdrücklich darauf hin, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Ermittlungen gegen die Rechtsanwältin wegen ihres Aufrufs zum Widerstand gegen die Corona-Verordnungen und ihrer Einlieferung in die Klinik gebe.