RTL News>Gesundheit>

Sie hatte Angst zu sterben: Danelle (33) bekommt durch Hormonspirale Halluzinationen, Atemnot und Ausschlag

Es sollte nur ein Mittel gegen Periodenschmerzen sein

Sie hatte Angst zu sterben: Danelle (33) bekommt durch Hormonspirale Halluzinationen, Atemnot und Ausschlag

Der Körper der jungen Frau ist übersäht mit roten Quaddeln.
Kalifornien, USA: Danelle Leseberg wollte eigentlich nur ihre starken Regelschmerzen in den Griff bekommen.
Kennedy News and Media

Danelle Leseberg durchlebte einen Alptraum

Danelle Leseberg aus Kalifornien litt unter starken Periodenschmerzen. Wie auch viele andere Frauen, entschied sich Danelle dazu, diese Schmerzen mit einem Verhütungsmittel in den Griff zu bekommen. Sie ließ sich die Verhütungsspirale „Skyla“ einsetzen. Aber dass damit Nebenwirkungen einhergingen, die noch schlimmer waren, als die bisherigen Periodenbeschwerden, hätte die 33-jährige Amerikanerin nicht ahnen können.

Drei Monate lang ging es gut

Wie Danelle Leseberg in einem Interview mit Kennedy News and Media erzählt, habe die Behandlung der Periodenschmerzen mit der Spirale drei Monate lang gut funktioniert. Nach dieser Zeit habe sich ihr Zustand dann aber massiv verschlechtert. Für Danelle ging ein Irrweg los, auf dem sie verzweifelt versuchte, die Ursache für ihr Leiden zu finden.

"Das wird wieder weggehen"

Wie die Amerikanerin im Interview gegenüber Kennedy News and Media berichtet, habe die darauffolgende schlimme Zeit mit einem Ausschlag unterhalb des Bauchnabels begonnen. Aber zu diesem Zeitpunkt dachte sie noch, es sei Gürtelrose und es würde wieder weggehen.

Aber das tat es nicht. Ganz im Gegenteil – es wurde immer schlimmer und schmerzvolle Quaddeln breiteten sich nach eigenen Angaben immer mehr auf dem Körper der jungen Frau aus. Ärzte, die sie zu dieser Zeit aufsuchte, haben die Vermutungen aufgestellt, dass sie etwas Falsches gegessen habe oder mit etwas in Berührung gekommen sei, auf das sie allergisch reagiere. Sogar die Vermutung, es handle sich um Krätze , wurde aufgestellt.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

"Qualvoll und unerträglich"

Aber auch mit den Medikamenten, die ihr die Ärzte zur Behandlung verschrieben, habe sich der Zustand weiter verschlechtert. Danelle Leseberg sagt: „Es war wie Millionen von Ameisen, die über mich laufen und ich konnte sie nicht loswerden.“

Selbst in den heißen Sommermonaten trug die junge Frau lange Klamotten, um den Hautausschlag zu verdecken. Aber, so sagt sie, konnte sie nur weite Kleidung tragen, weil es sonst zu schmerzhaft gewesen sei. Sie berichtet, dass man auf der Straße gedacht habe, sie habe einen starken Sonnenbrand oder sie sei ein Verbrennungsopfer. Man sprach sie an und fragte, ob alles in Ordnung sei.

Ärzte haben ihr selbst zu dieser Zeit noch gesagt, dass es sich um einen Ausschlag handle und dass dieser wieder weggehen würde.

Dann kamen auch noch Halluzinationen dazu

Der Hautausschlag war aber nicht die einzige Nebenwirkung, die die junge Frau durch die Hormonspirale erlitt. Sie erzählt im Interview außerdem, dass an einem Punkt auch noch Halluzinationen und Atembeschwerden dazu kamen.

Aufgrund der Schmerzen und auch der sonstigen Belastungen, die die Spirale mit sich brachte, musste Danelle Leseberger sogar ihren Job kündigen. Ihr zuvor geregeltes Leben geriet vollkommen aus den Fugen.

Sie musste sage und schreibe 16 Arztbesuche hinter sich bringen, bis sie selbst die Eingebung gehabt habe, dass die Hormonspirale der Grund für ihr Leiden sein müsse. Auf der Stelle wollte sie den Fremdkörper aus ihrer Gebährmutter entfernen lassen. Aber zunächst wurde sie mit diesem Wunsch nach eigenen Angaben von einigen Ärzten abgewiesen.

Geholfen habe ihr dann aber eine Gesundheitsorganisation. Als ihr hier dann endlich die Spirale entfernt wurde, sei ihr eine Last von den Schultern gefallen. „Ich saß dort und fing an zu weinen“, sagt Danelle Leseberger. Die Schmerzen und auch die Angst, zu sterben, die Danelle zeitweise geplagt hatte, fanden in diesem Moment ein Ende.

Es dauerte noch ein Jahr, bis sich ihr Körper vollständig erholt hatte

Auch wenn in dem Moment, als der Fremdkörper entfernt wurde, der jungen Frau die größte Last genommen wurde, brauchte ihr Körper noch eine ganze Weile, bis er sich von den Strapazen erholt hatte. Die 33-Jährige sagt, dass ihr Körper noch ein Jahr mit den Folgen zu kämpfen hatte.

Und auch jetzt konnte Danelle diese Zeit noch nicht vollständig hinter sich lassen. Durch die Spirale und die damit einhergehenden Nebenwirkungen, habe sie 103 Allergien auf Lebensmittel und Pharmazeutika entwickelt. Auch die schlimmen Regelschmerzen, die sie erst zu der Spirale gebracht hatten, seien wieder zurück.

Heute möchte die junge Frau anderen einen Rat geben: „Recherchiert, bevor ihr euch etwas einsetzen lasst. Kennt euren Körper und wenn euch etwas nicht richtig vorkommt, dann unternehmt etwas.“

Spiralen-Hersteller nimmt solche Fälle ernst

Das Pharmaunternehmen Bayer sagt laut Kennedy News and Media, dass es jegliche Fälle ernst nehme. Auch würden solche Fälle in die Risiko-Nutzen-Analyse der betroffenen Produkte aufgenommen. Außerdem würden die Informationen eines Medikaments immer so aktualisiert, dass sie Informationen über die aktuellsten Zwischenfälle und Nebenwirkungen enthielten. (vho)