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Segeberger Forst: Mutige Hirschkuh verscheucht Wolf - und nimmt sogar die Verfolgung auf!

Spieß umgedreht: "Vom Gejagten zum (Ver-)Jagenden"

Naturschauspiel im Segeberger Forst: Mutige Hirschkuh verscheucht Wolf

Wer ist hier das Raubtier? Hirschkuh verjagt Wolf Den Spieß umgedreht!
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Den Spieß umgedreht!
Wer ist hier das Raubtier? Hirschkuh verjagt Wolf

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Bei dieser Szene im Segeberger Forst staunen selbst erfahrene Förster: Eine Hirschkuh und ein Wolf stehen sich auf einem Waldweg gegenüber – der Mutigere gewinnt. Und das ist in diesem Fall ganz klar: Die Hirschkuh. Die kurze, aber erstaunliche Begegnung sehen Sie im Video. Spoiler: Sie nimmt sogar die Verfolgung auf.

Försterin filmt spektakuläre Situation

Es ist Donnerstagvormittag. Gegen 8:00 Uhr morgens ist die Försterin Katrin Greve zusammen mit zwei Kollegen im schleswig-holsteinischen Staatsforst bei Heidmühlen unterwegs. Plötzlich tauchen keine 100 Meter entfernt ein Wolf und eine Hirschkuh auf, wie zuerst das „Hamburger Abendblatt“ berichtete.

Die drei Förster beobachten die ungewöhnliche Situation zwischen den beiden Tieren, Katrin Greve zückt ihr Handy: Die Hirschkuh stellt sich mutig dem Wolf entgegen, bis dieser schließlich flieht. Die „Jagdhirschin“ setzt dann sogar noch einen drauf und nimmt die Verfolgung auf – als würde es sichergehen wollen, dass der Grauhund auch wirklich abhaut.

Hirschkuh jagt Wolf

Die Landesforsten Schleswig-Holstein erklären sich die ungewöhnliche Flucht des Wolfes so, wie sie unter das veröffentlichte Video von Katrin Greve posten: „Normalerweise finden sich Wildtiere wie Rot-, Reh- und Schwarzwild ebenso wie Aas, Beeren, Kleinsäuger oder aber auch leider bei entsprechendem Zugang Herdentiere wie Schafe auf dem Speiseplan des Wolfes wieder. Dies scheint diesem resoluten Rotalttier in der Segeberger Heide allerdings nicht in den Kram zu passen, sodass es kurzerhand den Spieß umdreht und vom Gejagten zum (Ver-)Jagenden wird“.

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Immer wieder Wölfe in Schleswig-Holstein

Im Segeberger Forst ist schon seit ein paar Wochen ein Wolf unterwegs. Vor kurzem hatte es eine Meldung gegeben, dass er auf Gut Hülsenberg bei Wahlstedt eine Kuhherde angegriffen haben soll. Die 23 Weidetiere gerieten daraufhin in Panik: Sie durchbrachen den Zaun, flüchteten in den Segeberger Forst und in den weiter entfernten Wald bei Wahlstedt.

Auch Schäfer haben im vergangenen Jahr immer wieder Wölfe auf ihren Weiden gemeldet: „Das ist das Schlimmste, was einem passieren kann.“ (fst)

Anmerkung der Redaktion: In einer vorherigen Version dieses Artikels wurde das Tier als Reh bezeichnet. Es handelt sich allerdings um eine Hirschkuh. Vielen Dank für die Hinweise auf diesen Fehler.