RTL Corona-Talk

Epidemiologe Prof. Timo Ulrichs: Für Präsenzunterricht und gegen kürzere Quarantänezeiten

10. Januar 2022 - 14:18 Uhr

Von Tamara Bilic und Lena Andro

In acht Bundesländern beginnt die Schule für viele Schülerinnen und Schüler wieder. Vor allem im Hinblick auf die Omikron-Variante muss man nun besondere Vorsicht walten lassen. Epidemiologe Prof. Timo Ulrichs spricht sich klar gegen Homeschooling aus.

Welche neuen Maßnahmen von den Ländern ergriffen werden und was er von den verkürzten Quarantänezeiten hält, darüber spricht Prof. Ulrichs im heutigen Corona-Talk mit Reporterin Tamara Bilic.

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Trotz Omikron: Schulen müssen offen bleiben

Trotz der Omikron-Variante glaubt Prof. Timo Ulrichs, dass - wenn die Hygienekonzepte an den Schulen eingehalten werden - eine weitere Ausbreitung in den Schulen verhindert werden kann. Allerdings hatten alle Schülerinnen und Schüler über die Feiertage viele neue Kontakte. "Deswegen muss man da natürlich besonders vorsichtig sein", sagt Prof. Ulrichs. "Aber das ist natürlich kein Argument dafür, die Schulen länger geschlossen zu halten."

Um für mehr Sicherheit zu sorgen, haben einige Bundesländer eine erweiterte Test- und Maskenpflicht angeordnet. Als Teil der jeweiligen Hygienekonzepte der Schulen seien das keine schlechten Maßnahmen, so Prof. Timo Ulrichs. "Die Summe aller Maßnahmen ist dann tatsächlich zielführend."

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VIDEO: NRW-Bildungsministerin Gebauer im RTL-Interview

Wie kann die Schule sicher gemacht werden? Welche Pläne gibt es und wie geht man damit um, wenn MEHR Lehrer in Quarantäne müssen? Antworten darauf gibt NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer im RTL-Interview.

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Prof. Timo Ulrichs sieht kürzere Quarantänezeiten skeptisch

Die verkürzten Quarantänezeiten sieht Prof. Ulrichs eher skeptisch, gibt er zu. Wir sind, was den Anstieg der Zahlen betrifft, "immer noch am Anfang" – man hätte also durchaus noch "eine ganze Weile die klassische Quarantänezeit beibehalten können", gibt er zu bedenken.

Wenn es dann tatsächlich zu Personalmangel kommen sollte, könnte man die Zeit immer noch verkürzen, so der Epidemiologe. "Aber sinnvoll ist es natürlich schon, weil wir auf diese Art sicherer bleiben, was das Offenhalten der Schulen und der anderen Strukturen angeht."

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