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Schockierende Ultraschallbilder: Junge Frau hat einen Embryo in der Leber

Millionenfach geklicktes Video auf Tiktok

Arzt macht schockierenden Fund: Frau (33) hat einen Embryo in ihrer Leber

Auf Tiktok teilt der Arzt den Fall mit seinen Followern
Auf Tiktok teilt der Arzt den Fall mit seinen Followern-
tiktok/nicu_musings

Embryo wanderte in die Leber

Kinderarzt Michael Narvey aus Kanada konnte selbst kaum glauben, was er auf den Ultraschallbildern einer 33-jährigen Patientin entdeckte. Die Menstruation der jungen Frau dauerte schon 14 Tage lang an, seit der letzten Blutung waren bereits sieben Wochen vergangen. Im Krankenhaus dann die schockierende Diagnose: Eileiterschwangerschaft – in der Leber!

Arzt teilt seltene Diagnose auf Tiktok

"Wir sehen das manchmal im Bauchraum, aber nie in der Leber. Dies ist eine Premiere für mich“, erzählt Narvey, der den Fall in einem Video auf seinem Tiktok-Account mit seinen Followern teilte. Darin beschreibt er den außergewöhnlichen Fall. „Wir haben in ihrer Leber ein Baby gefunden“, sagt der Arzt in die Kamera. Kurz nach dem Ultraschall kam die Patientin in den OP. Chirurgen konnten das Leben der 33-Jährigen retten, nicht aber den heranwachsenden Fötus.

Der Clip wurde in nur zwei Tagen mehr als drei Millionen Mal angesehen und fast 17.000 Mal kommentiert.

Eileiterschwangerschaft: Junge Frau stirbt nach OP

Nach Angaben des „National Center for Biotechnology Information“ sind Fälle von Eileiterschwangerschaften in der Leber „außergewöhnlich selten“. Doch es gibt sie, und nicht immer verlaufen die Operationen so gut wie im Fall von Dr. Narvey. 2012 starb eine 25 Jahre alte Frau an den Folgen solch einer Operation. Die Ärzte hatten damals versucht, einen 18 Wochen alten, lebenden Fötus, der an ihrer Leber befestigt war, zu retten.

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Was ist eine Eileiterschwangerschaft?

Der medizinische Begriff für eine Eileiterschwangerschaft lautet "Tubargravidität". Häufig wird auch der Fachbegriff "Extrauteringravidität" verwendet, der eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter beschreibt.

Im Normalfall wird die Eizelle von den Spermien im Eileiter befruchtet und wandert daraufhin einige Tage durch den Eileiter, um sich dann anschließend als Embryo in der Gebärmutter einzunisten. Dieser Vorgang kann durch verschiedene Einflüsse gestört werden, wodurch sich die Eizelle an falscher Stelle einnistet: Im Falle einer Eileiterschwangerschaft nistet sich die Eizelle in der Schleimhaut des Eileiters ein. Das Risiko einer solchen Schwangerschaft liegt bei etwa ein bis zwei Prozent. (fge)