Passagiere geschockt

Frau dreht durch und springt zehn Stockwerke tief von Kreuzfahrtschiff

Eine 32-Jährige ist von dem Kreuzfahrtschiff "Carnival Valor" gesprungen.
Eine 32-Jährige ist von dem Kreuzfahrtschiff "Carnival Valor" gesprungen.
Twitter/JohnnyTrupp

Diese Szenen ängstigen einen beim Zusehen. Wie mehrere Passagiere des US-amerikanischen Kreuzfahrtschiffs „Carnival Valor“ dokumentiert haben, ist eine 32-jährige Frau plötzlich durchgedreht. Immer wieder schrie sie „Alicia, Alicia“, dann – so Zeugenberichte – sei sie in Richtung Reling gerannt und in den Ozean gesprungen. Nach mehreren Stunden gab der Kapitän die Suche nach ihr auf.

Security der Carnival Valor holt die Frau aus dem Whirlpool

Wie kann es sein, dass ein Mensch einfach so durchdreht und in den sicheren Tod springt? Wie der Sender „Fox8“ zuerst berichtete, sei die junge Frau mit ihrem Mann auf einer fünftägigen Kreuzfahrt gewesen. Negativ aufgefallen sei sie dabei nicht – bis vergangenen Mittwoch um 14.30 Uhr Ortszeit.

Videoaufnahmen von Deck zeigen merkwürdige Szenen. Die Security hält die schlanke Passagierin fest, ihre Arme schieben die Einsatzkräfte auf ihren Rücken. Laut Zeugenaussagen soll die Frau gefesselt gewesen sein – das Kreuzfahrtunternehmen dementiere das. Kurz zuvor hätten die Sicherheits-Männer die Frau aus dem Whirlpool geholt. Über den Grund dafür ist bisher nichts bekannt.

Twitter-Video zeigt Moment vor und nach dem Sprung

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"Alicia, Alicia"- wen meinte die Frau damit?

Immer wieder versucht die aufgebrachte Frau, sich aus dem Griff der Security zu befreien. Wie wild geworden schreit sie: „Alicia, Alicia.“ Kurz darauf brechen die Aufnahmen von Bord ab. In diesen Sekunden soll sie sich befreit haben und über Bord gesprungen sein – circa zehn Stockwerke tief. Wen genau die Frau vorher rief, ist nicht klar.

Andere Passagiere berichteten dem Fernsehsender „Fox“ von grausamen Bildern. Bevor sie auf dem Wasser aufschlug soll sie noch gegen den Rumpf des Schiffs geprallt sein. Man habe noch Schwimmwesten und Fakeln ins Meer geworfen, um ihren Standpunkt zu markieren. Danach sei das Schiff stundenlang gekreist, um nach der Frau zu suchen – vergeblich. Der Kapitän habe die Suche irgendwann abgebrochen und habe seine Fahrt fortgeführt.

Die Frau konnte trotz stundenlanger Suche nicht gefunden werden.
Die Frau konnte trotz stundenlanger Suche nicht gefunden werden.
Twitter/JohnnyTrupp

Küstenwache von New Orleans bricht die Suche ab

Die Kreuzfahrt dauerte insgesamt fünf Tage. Das Schiff sei in New Orleans gestartet. Ziel war offenbar New Mexico. Nach der Rückkehr in den Starthafen, habe die Küstenwache die Suche nach der vermissten Frau übernommen, heißt es. Sie suchte – so US-Medienberichte – 14 Stunden lang etwa 6511 Quadratkilometer ab, bevor sie ihre Suche am Donnerstag einstellte. „Die Entscheidung, einen Such- und Rettungsfall auszusetzen, fällt uns nie leicht“, sagte Chief Warrant Officer Tricia Eldredge, Command Duty Officer im Sektor New Orleans, gegenüber „Fox“. „Wir sprechen der Familie in dieser schwierigen Zeit unser tiefstes Mitgefühl aus.“ (dky)