Was tun bei verklebten Baby-Augen?

Schmierauge beim Baby: Ursachen, Symptome und Behandlung

Ein Schmierauge entsteht bei Babys, wenn die Tränenflüssigkeit nicht richtig abfließen kann. Das verklebte Auge bildet sich meist zurück, manchmal kann jedoch eine weitere Behandlung erforderlich werden.
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19. März 2020 - 12:56 Uhr

Schmierauge beim Baby

Bei sechs Prozent aller Babys kommt es zu einem Schmierauge. Die als Tränenwegsstenose bezeichnete Erkrankung ist eine Folge eines zu engen oder zu verschlossenen Tränennasenweges. Durch ein dünnes Häutchen, das sich auf die Augen gelegt hat, ist es der Tränenflüssigkeit nicht möglich, normal auf diesem Weg abzulaufen und es kommt zu verklebten Augen beim Baby. Was Sie bei einem Schmierauge Ihres Babys beachten sollten und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erfahren Sie natürlich auf RTL.de. 

Rückbildung innerhalb weniger Tage

Der Grund für den Verschluss oder die Verengung des Tränennasenwegs ist die Hasner Membran. In der Regel wird dieses kleine, dünne Häutchen bereits vor der Geburt des Kindes zurückgebildet. Ist dies nicht der Fall, findet diese Rückbildung normalerweise innerhalb weniger Tage nach der Geburt des Babys statt. Doch dies ist nicht immer der Fall. Manchmal kommt es erst zu einer späteren Rückbildung und die Tränenwegsstenose führt zu einem tränenden Auge, manchmal sogar bei beiden Augen. Das Schmierauge kann sich neben der Tränenflüssigkeit auch durch gelb-grünliches Sekret oder durch eine Rötung der Augen zeigen. 

Die Entzündung nicht chronisch werden lassen

In der Regel sind verklebte Augen beim Neugeborenen nicht ungewöhnlich. Und bilden sich innerhalb weniger Tage zurück. Durch Augentropfen können Sie Ihrem Kind Erleichterung verschaffen. Sie können gegen eine Entzündung durch die Tränenwegsstenose helfen. Eine Massage des weichen Gewebes um das Auge kann zusätzlich dabei helfen, die Membran zu öffnen. Ihr Kinderarzt oder Ihre Hebamme helfen Ihnen bei Fragen rund um dieses Thema sicher gern weiter.

In seltenen Fällen kann es jedoch nötig werden, durch eine Operation die Membran zu entfernen. Über eine winzige Sonde wird entweder die Hasner Membran direkt durchstoßen, oder eine Spülung der Tränennasenwege vorgenommen, um diese frei zu bekommen. Diese Operation wird in der Regel ab einem Alter von sechs Monaten vorgenommen.