Mitten im Unterricht

Schlaganfall bei Kindern und Jugendlichen: Emma traf es mit 14

10. Mai 2019 - 10:44 Uhr

Schock in der Schule: Plötzlich hat Emma einen Schlaganfall

Vom einen auf den anderen Moment kann Emma nicht mehr sprechen. Sie kippt mitten im Unterricht um. Alle fragen sich: Was ist mit ihr los? Aber ihre Freundinnen und der Lehrer merken, dass Emma in Gefahr ist. Rettungsarzt, Krankenwagen, Intensivstation. Und dann die Diagnose: Schlaganfall. Zu dem Zeitpunkt ist Emma gerade einmal 14. Und schwebt in Lebensgefahr. Im Video erzählt sie uns ihre Geschichte und wie sie heute mit dem Schock lebt.

Junge Patienten sind keine Seltenheit

Ein Schlaganfall in so jungen Jahren – damit ist Emma nicht alleine. Schlaganfälle bei Kindern und Jugendlichen sind keine Seltenheit. Jährlich sind etwa 300 Minderjährige betroffen, doch Experten schätzen, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt. Der Grund: Ein Schlaganfall wird bei Kindern und Jugendlichen oft nicht frühzeitig oder gar nicht erkannt. Weil man einfach nicht damit rechnet, dass es auch so junge Menschen treffen kann.

„Mein Körper hört nicht auf mich!"

Emma überlebt den Schlaganfall. Keiner rechnet am Anfang damit, dass sie sich so gut erholt. Heute, zwei Jahre später muss sie immer noch zur Physiotherapie, weil ihre rechte Körperhälfte noch nicht wieder voll funktionsfähig ist: "Mein Körper hört nicht auf mich. Es nervt einen schon, weil man weiß, man konnte das früher und heute ist das nicht mehr so und das nervt halt schon", erzählt Emma.

Das sind die Warnzeichen für einen Schlaganfall

Ein Schlaganfall kann unabhängig vom Alter jeden treffen, deswegen ist es wichtig, die Warnsignale frühzeitig zu erkennen und schnell zu handeln. Ein Schlaganfall wird durch Durchblutungsstörungen im Gehirn ausgelöst, die durch verstopfte Blutgefäße oder Hirnblutungen entstehen. Das Gehirn wird dadurch nicht mit genug Sauerstoff versorgt, wodurch wichtige Funktionen schlagartig ausfallen und wichtige Zellen aussterben. Anzeichen für einen Schlaganfall können Lähmungen, Zuckungen oder Schwäche bei einer Körperhälfte, starke Kopfschmerzen, undeutliche Sprache, Schluckbeschwerden oder Sehstörungen sein. Bei diesen Symptomen sollten Eltern alarmiert sein und sicherheitshalber einen Rettungswagen unter 112 rufen.