Wildtierkriminalität in Europa

Rumänien: RTL-Reporter decken illegale Braunbärjagd für reiche Hobbykiller auf

07. Oktober 2021 - 16:28 Uhr

Tiertrophäen für Hobbyjäger

Braunbären genießen in Europa eigentlich einen strengen, gesetzlichen Artenschutz, dennoch sind die pelzigen Großsäuger weiterhin stark gefährdet. Verlust des natürlichen Lebensraums und Verkehrsunfälle sind einige der Gründe. Doch auch illegale Bejagung und Wilderei sind verantwortlich. Gerade in Rumänien ist die Jagd auf Braunbären ein großes Problem. Wie groß es tatsächlich ist, das hat "Punkt 12"-Reporter Torsten Misler mit versteckter Kamera aufgedeckt. Wie das üble Geschäft mit der illegalen Braunbärjagd vertuscht wird, sehen Sie in unserem Video.

Trophäenjagd ist eigentlich verboten

Rumänien hat die meisten Braunbären in der Europäischen Union. Aber wie viele Bären es genau sind, hängt davon ab, wen man fragt, ob Umweltschützer, die Regierung oder die Unternehmen, die Millionen mit der Trophäenjagd verdienen. Im Jahr 2016 hat Rumänien die Trophäenjagd auf große Raubtiere wie Bären und Wölfe verboten. Aber unter verschiedenen Regierungen wurden Ausnahmen gewährt, um die Wildtier-Populationen zu kontrollieren.

Bis zu 20.000 Euro pro Bär

Im Rahmen dieser Richtlinien wurden laut "RadiofreeEurope" bisher fast 1.400 Bären von Jägern getötet, die bereit sein sollen, bis zu 20.000 Euro für eine Trophäe zu zahlen. Ein übles Geschäft, bei dem Lizenzen gefälscht, Bären in Fallen gelockt und Trophäen per Post verschickt werden. Unsere Reporter haben davon erfahren und sich zum Schein auch für so eine unwürdige Jagd beworben. Mit Erfolg – wie Sie im Video sehen können. (lkr)