Aufschnitt vom Möbelkonzern ist vom Rückruf betroffen

Wurst von Wilke wurde auch in Ikea-Restaurants verkauft

© dpa, Stephanie Pilick, ste_fd_cu lre sab

7. Oktober 2019 - 13:42 Uhr

Ikea mit Wurst-Aufschnitt von Wilke beliefert

Vom Rückruf nach zwei Todes- und mehreren Krankheitsfällen durch keimbelastete Wurst des Produzenten Wilke ist nun auch der Möbelkonzern Ikea betroffen. Die bundesweit 53 Ikea-Restaurants haben über einen Großhändler Wurst-Aufschnitt vom Hersteller Wilke erhalten, wie eine Ikea-Sprecherin sagte. Sie bestätigte damit entsprechende Angaben der Verbraucherorganisation foodwatch.

Verkauf aller Produkte wurde umgehend gestoppt

Nach eigenen Angaben wurde Ikea am vergangenen Mittwoch durch den Großhändler über die Schließung der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH informiert: "Aus diesem Grund haben wir als Vorsichtsmaßnahme den Verkauf aller Produkte des Herstellers umgehend gestoppt", so die Sprecherin. Krankheitsfälle bei Kunden seien nicht bekannt.

Betroffen sei nur der Wurst-Aufschnitt, nicht das übrige Fleisch- und Wurstwaren-Sortiment aus dem Restaurant, dem Bistro und dem Schwedenshop. Mittlerweile habe man einen neuen Lieferanten für Aufschnitt.

Listerien in Wurst der Firma Wilke

Die Wurst der Firma Wilke wurde vergangene Woche bundesweit zurückgerufen, weil sie mit gefährlichen Listerien-Keimen belastet ist. Zwei Menschen starben bislang nach dem Verzehr der Wurst, zudem gibt es zahlreiche Krankheitsfälle. Die Firma in Twistetal bei Kassel wurde umgehend geschlossen und hat inzwischen Insolvenz angemeldet.

Die Organisation foodwatch hat die zuständigen Behörden zur Veröffentlichung aller belieferten Betriebe aufgefordert. Es sei als äußerst wahrscheinlich zu betrachten, "dass sich vom Rückruf betroffene Produkte der Firma Wilke noch im Umlauf" befänden, heißt es in dem Eil-Antrag, den foodwatch dazu gestellt hat.