Mit Photoshop und auf dem Schwarzmarkt

RTL-Reporter machen den Test: Wie leicht lassen sich PCR-Ergebnisse fälschen?

11. Mai 2021 - 17:50 Uhr

Mit Photoshop und auf dem Schwarzmarkt: Betrug mit den PCR-Tests

Er ist wie ein Fahrschein für ein bisschen Normalität: der PCR-Test. Gerade zur Urlaubszeit wird die Nachfrage steigen, denn für Flugreisen ist ein negatives Ergebnis oftmals die Voraussetzung. Das kommt von den Laboren oft per Mail– manchmal mit, manchmal ohne QR-Code, Stempel oder Unterschrift. Perfekt für Betrüger, die sich damit ein Ergebnis ganz nach Belieben erschummeln können. Unsere Reporter haben den Test gemacht: Wie leicht lässt sich ein PCR-Testergebnis tatsächlich fälschen, und wie lange dauert es, bis der Betrug auffliegt? Die Antwort zeigen wir im Video.

Eine Gefahr für die Mitmenschen: Mit falschem PCR-Test ins Flugzeug

Anfang Februar warnte Europol bereits vor gefälschten PCR-Zertifikaten. Unter anderem war am Pariser Flughafen Charles de Gaulle ein Händlerring aufgeflogen, der gefälschte PCR-Testergebnisse an Reisende verkauft hatte. Wer so ein Dokument kauft oder selbst am Computer bearbeitet, macht sich strafbar und gefährdet im schlimmsten Fall andere Menschen – zum Beispiel, wenn man mit einer Corona-Erkrankung ins Flugzeug steigt.

Justizministern Eva Kühne-Hörmann: "Wer das tut, der kann ins Gefängnis kommen"

Fest steht: PCR-Tests sind in ihrer jetzigen Form unsicher und somit gefährlich – ein großes Problem, mit dem sich die Politik beschäftigen muss. Hessens Justizministern Eva Kühne-Hörmann: "Wir sehen jetzt, dass der Missbrauch mit den Tests ein großer Markt wird, und da müssen wir sofort Zeichen setzen und sagen: Wer das tut, der kann dafür am Ende ins Gefängnis kommen." Eine Möglichkeit ist, das PCR-Zertifikat als Urkunde einzustufen. Damit würde sich im Fall eines Betrugs das Strafmaß deutlich erhöhen. Bislang gelten die Tests (je nach Fall) oft nur als Gesundheitszeugnis.

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