22. Mai 2019 - 10:21 Uhr

Familie hat Lauda Kraft gegeben

Formel-1-Legende Niki Lauda ist mit 70 Jahren verstorben. Der Österreicher wurde dreimal Formel-1-Weltmeister, feierte auch als Aufsichtsratschef von Mercedes große Erfolge. RTL-Moderator und langjähriger Wegbegleiter Florian König weiß aber, dass sein größter Sieg ein ganz anderer war: Lauda lebte in einer harmonische Patchwork-Familie. "Das hat ihm viel Ruhe und sehr viel Kraft gegeben und sicher auch in den letzten Wochen und Monaten geholfen", so der RTL-Moderator im exklusiven Interview.

"Niki war sicher nicht immer ein einfacher Vater, aber ein guter"

Laudas Familie war immer an seiner Seite. "Wir haben mit ihm gelacht, geweint, gehofft und gelitten, aber schlussendlich verließen Niki gestern seine Kräfte", teilte Laudas Familie in einem Statement mit. Unterzeichnet wurde die Mitteilung von Laudas Ehefrau Birgit, seiner Ex-Frau Marlene und seinen Kindern Lukas, Mathias, Max und Mia.​

Niki Lauda (Österreich) mit seinen Söhnen Lukas (li.) und Mathias (li.)
Niki Lauda mit seinen Söhnen Lukas (li.) und Mathias
© imago images / HochZwei, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

"Niki war sicher nicht immer ein einfacher Vater, aber ein guter"

Der Österreicher war zweimal verheiratet - und beide Ehen hätten verschiedener nicht sein können. Seine erste Frau Marlene heiratete Lauda als Rennfahrer. Auch die beiden Söhne Lukas und Mathias kamen auf die Welt, als der Sportler noch um Siege und Titel kämpfte. "Damals ging es ihm wirklich ausschließlich um den Erfolg auf der Rennstrecke", weiß Wegbegleiter und Freund Florian König. Lauda sei damals viel unterwegs gewesen - zu seinen beiden Söhnen habe er aber dennoch immer ein gutes und harmonisches Verhältnis gehabt. "Niki war sicher nicht immer ein einfacher Vater, aber ein guter."

"Dass ich ihm kein vollwertiger Vater sein konnte, bedaure ich"

Neben Lukas und Mathias hat Lauda auch noch einen unehelichen Sohn. Dieser kam im gleichen Jahr wie Mathias zur Welt. In seinem Buch "Reden wir über Geld", das 2015 veröffentlicht wurde, schrieb Lauda damals: "Er ist 1981 geboren. Dass ich ihm kein vollwertiger Vater sein konnte, bedaure ich." 

Ehefrau spendete Niere

Niki Lauda mit seiner Freundin Birgit Wetzinger anlässlich der Kitz Race Party im WWP-KitzRaceClub am Samstag, 19. Januar 2008, in Kitzbuehel. APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH +++(c) dpa - Report+++
Niki Lauda lernte seine Ehefrau Birgit auf einem eigenen Flug kennen, seit 2004 waren sie offiziell zusammen
© picture-alliance/ dpa, apa Georg Hochmuth

Spät in seinem Leben hat Lauda dann noch einmal eine ganz andere Vaterrolle übernommen. Mit seiner zweiten Ehefrau Birgit, die er 2008 heiratete, bekam der Österreicher im Jahr 2009 Zwillinge, Max und Mia. "Mit seinen Zwillingen war es ganz anders. Da war er viel mehr da, hat viel mehr Nähe zugelassen", erzählt Florian König.

Vor allem Ehefrau Birgit, die Lauda auch eine Niere spendete, sei immer eine große Stütze gewesen. "Sie war eine wirkliche Partnerin für ihn. Auch jetzt in dem Jahr seit der Lungentransplantation hat sie alles gewuppt und sich gekümmert", so der RTL-Moderator. In der schwierigen Zeit stand die ganze Familie zusammen. "Auch das Verhältnis zu seiner Ex-Frau Marlene und den Kindern war hervorragend." Vor allem das habe dem Österreicher viel Kraft gegeben. Der Familienzusammenhalt gibt jetzt wahrscheinlich auch seinen Kindern, seiner Ehefrau und allen anderen Angehörigen Kraft.

Wer den Themenabend zum Tod von Niki Lauda verpasst hat, kann sich die Sendungen noch einmal bei TVNOW anschauen. 

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