Das sollten Autofahrer wissen

Rosa oder grauer Führerschein: Bei Reisen ins Ausland kann es zu Problemen kommen

Sie reisen mit einem alten Führerschein ins Ausland? Dann nehmen Sie einen Textauszug der EU-Führerscheinrichtline mit, der bestätigt, dass Ihre Fahrerlaubnis gültig ist.
Sie reisen mit einem alten Führerschein ins Ausland? Dann nehmen Sie einen Textauszug der EU-Führerscheinrichtline mit, der bestätigt, dass Ihre Fahrerlaubnis gültig ist.
© Imago Entertainment, Cord

31. Juli 2020 - 11:43 Uhr

Alte Führerscheine aus Papier: Immer noch gültig, trotzdem immer wieder beanstandet

Wer mit dem Auto ins Ausland reisen will und noch einen alten grauen oder rosafarbenen Papier-Führerschein besitzt, sollte gut vorbereitet sein! Denn obwohl die alten Dokumente weiterhin gültig sind, kann es bei Verkehrskontrollen immer wieder mal vorkommen, dass die fälschlicherweise beanstandet werden. Wer Probleme mit dem alten Lappen vermeiden will, sollte deshalb einen bestimmten Passus aus der EU-Führerscheinrichtline mit sich führen.

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Ein Textauszug verhindert Probleme bei der Verkehrskontrolle

Konkret geht es dabei um einen Textauszug der EU-Führerscheinrichtline (91/439/EWG), der darüber informiert, dass die alten grauen oder rosafarbenen Führerscheine weiterhin gültig sind. Achten Sie dabei darauf, dass Sie den Text direkt in der entsprechenden Sprache des Reiselandes mitführen. Solche Texte bietet die Verbraucherorganisation Geld und Verbraucher (GVI) im Internet in mehreren Sprachen unter der Rubrik "Gratis" an. Auch auf den Seiten der EU lassen sie sich herunterladen.

Was können Autofahrer machen, wenn es trotzdem zu Problemen kommt?

Hilft auch der Textauszug bei der Polizeikontrolle nicht weiter, kämen Autofahrer häufig nicht um ein Bußgeld herum, schreibt die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite. Dann sollten Autofahrer sich den bezahlten Betrag und den Grund der Zahlung auf dem Strafzettel vermerken lassen und im Nachgang prüfen, ob sich rechtliche Schritte mit Hilfe eines Anwalts lohnen. Dabei sei es jedoch ratsam zu überprüfen, ob die Bußgeldhöhe in Relation zum Aufwand steht.

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Wegen EU-Vorgabe: Millionen von Führerscheinen müssen umgetauscht werden

Zukünftig werden Autofahrer aber wohl nicht davon verschont bleiben, ihren alten Führerschein gegen die neuen Plastikkärtchen in einheitlichem EU-Standardeinen umzutauschen. Damit soll ein möglichst aktueller Fälschungsschutz gewährleistet sein. Laut EU-Vorgabe müssen in Deutschland Millionen Führerschein-Dokumente zwischen 2022 und 2033 umgetauscht werden – die Fristen sind gestaffelt nach dem Geburtsjahr des Inhabers. Die Fahrerlaubnis bleibt vom Umtausch der Dokumente unberührt – eine neue Prüfung ist nicht nötig.

Quelle: DPA/RTL

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