Internationale Presse zwischen Euphorie und Sachlichkeit

Ronaldo wechselt zu United: England feiert, Italien lästert mächtig

Cristiano Ronaldo ist zurück bei Man United.
Cristiano Ronaldo ist zurück bei Man United.
© dpa, Martin Rickett

28. August 2021 - 11:49 Uhr

Nächster Höhepunkt in einem vogelwilden Transfersommer

Superstar Cristiano Ronaldo kehrt nach zwölf Jahren völlig überraschend zu Manchester United zurück und sorgt damit für den nächsten spektakulären Höhepunkt nach etwa Lionel Messi (zu PSG) und Romelu Lukaku (zum FC Chelsea) in einem verrückten Transfersommer. "Welcome Home" - wenige Tage vor Ende des Wechselfenster hieß der englische Rekordmeister den 36 Jahre alten Portugiesen von Juventus Turin in seiner alten Fußball-Heimat nach einem Blitz-Coup willkommen. Die Fans und die neuen Kollegen sind voller Vorfreude. Und das schreibt die internationale Presse zum Mega-Deal.

Die Stimmen aus England

The Telegraph: "Cristiano Ronaldo wird die Goldenen Jahre nicht zurückbringen, aber das ist der Tag, auf den die Fans von Manchester United gewartet haben."
The Athletic: "United zurück auf den englischen Fußball-Gipfel zu bringen, ist Ronaldos Mission - und was wäre das für ein Abschluss seiner Karriere."
Daily Mirror: "Die Logik aus Sicht von United ist, dass Ronaldos Status und Prestige und sein anhaltender Wert auf dem Platz die Bedenken über sein Alter und sein Gehalt wettmachen."
Times: "Ronaldo befindet sich zwar im Herbst seiner Karriere, aber seine Zahlen belegen, dass er immer noch ein Spitzenspieler ist. (...) Wären die Finanzen von Juventus nicht durch die Pandemie angeschlagen, würde Ronaldo den Club nicht verlassen."
Sun: "Die Wiedergeburt Cristi."

Die Stimmen aus Portugal

Record: "Das Comeback des Königs. Ronaldo kehrt nach zwölf Jahren und nach einem Tag voller Überraschungen auf seinen Thron bei Manchester United zurück."
O Jogo: "Zurück ins Theater der Träume. Es war eine 180-Grad-Wende: Die Red Devils kommen aufs Feld und bringen den Portugiesen vom Weg Richtung City ab."
A Bola: "Back to the future!"
Diário de Noticias: "Die verrückte Rückkehr von Ronaldo ins Old Trafford: Innerhalb weniger Stunden haben die Red Devils es geschafft, CR7 vom Erzrivalen City wegzulocken und damit die Fans in Ekstase zu versetzen."
Jornal de Noticias: "Zurück in die Vergangenheit in Manchester. Ein Anruf von Ferguson war entscheidend, um dem Erzrivalen City den Star wegzuschnappen."

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Die Stimmen aus Italien

Corriere dello Sport: "Der König ist tot, es lebe .... Um die technische Lücke im Angriff zu schließen, denkt Juve an (Moise) Kean, die einfachste und kostengünstigste Lösung (...) Im Gegensatz zu Messi vergoss Ronaldo keine einzige Träne. In den nächsten Tagen wird er zu dem einzigen Manchester zurückkehren, das ihn wirklich wollte."
Gazzetta dello Sport: "Die Juve und der Portugiese haben zu wenig getan, um sich gegenseitig zu verstehen und zu mögen. Es war eine großartige Idee, aber sie wurde schlecht umgesetzt. Es war wie in Babel. Der Portugiese sprach einfach eine andere Sprache."
Corriere della Sera: "Vom menschlichen Standpunkt ist Ronaldo kein Verlust, denn er war stets auf seine eigene Welt, auf sein eigenes Unternehmen fokussiert. Um zu den zwei, drei stärksten Klubs der Welt zu zählen, hat Juve auf Ronaldo gesetzt, doch die Investition hat sich nicht rentiert und hat den Verein in finanzielle Instabilität gestürzt."

Die Stimmen aus Spanien

Mundo Deportivo: "Verrückter Markt. Das ist ein historisches Transferfenster. Messi geht zu PSG und Cristiano kehrt zu Manchester United zurück. Mbappé möchte zu Real, was Haaland nach Paris und Hazard zur Juve bringen könnte."
Sport: "VERRÜCKT! Der Endspurt des Transfermarktes wird nichts für schwache Nerven sein."
Marca: "Die letzte Bombe. CR7, was für ein Teufel! Er sollte bei City unterschreiben .. und landet am Ende bei United."
AS: "Manchester United hat seinen krönenden Abschluss des Sommers: Cristiano Ronaldo. Diese Schlagzeile hatten nicht einmal die Fans des Clubs erwartet. Aber eine unglaubliche Wendung der Ereignisse mit Teilnahme von Bruno Fernandes und Sir Alex Ferguson hat die Rückkehr des Portugiesen ins Old Trafford herbeigeführt." (tno/dpa)