RKI gibt bekannt

Anteil der Corona-Mutationen bei fast 95 Prozent

Bei der Erhebung eines Laborverbundes sei ein Anteil der britischen Mutante B.1.1.7 von etwa 93 Prozent erfasst worden, so das RKI.
Bei der Erhebung eines Laborverbundes sei ein Anteil der britischen Mutante B.1.1.7 von etwa 93 Prozent erfasst worden, so das RKI.
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22. April 2021 - 9:38 Uhr

Anteil der Corona-Mutationen in Deutschland steigt weiter

Der Anteil von Coronavirus-Varianten, die als besorgniserregend eingestuft sind, ist in untersuchten Proben aus Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) ist insgesamt auf knapp 95 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung geht ausschließlich auf die ansteckendere, Ende 2020 in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 zurück, wie RKI-Wissenschaftler in einem Bericht schreiben. Es sei wegen dieses hohen Anteils insgesamt nicht damit zu rechnen, dass sich der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz abschwäche.

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Anteil der britischen Mutation B.1.1.7 liegt bei 93 Prozent

Bei einer Erhebung eines Laborverbundes sei ein Anteil der Mutante B.1.1.7 von 93,1 Prozent erfasst worden, hieß es. Die Angabe bezieht sich auf 54.361 Proben aus dem Zeitraum vom 12. bis 18. April. Die Mutante B.1.1.7 "7 bleibt damit die häufigste SARS-CoV-2-Variante in Deutschland". Es sei nicht zu erwarten, dass sich die Verbreitung dieser Variante abschwächt, bilanziert das RKI.

Andere Corona-Varianten selten

Weitere als besorgniserregend eingestufte Varianten bleiben dem Bericht zufolge hierzulande selten: Es sei "keine starke Ausbreitung" der in Südafrika entdeckten Variante B.1.351 zu beobachten, hieß es. "Die Variante P.1 wurde bisher nur vereinzelt in Deutschland nachgewiesen." P.1 grassiert in Brasilien und ähnelt der südafrikanischen Variante. Bei B.1.351 weisen laut RKI mehrere Studien darauf hin, dass Genesene und Geimpfte weniger gut vor einer Infektion geschützt sind.

"Alle Impfstoffe, die aktuell in Deutschland zur Verfügung stehen, schützen nach derzeitigen Erkenntnissen jedoch sehr gut vor einer Erkrankung durch B.1.1.7 und sie schützen auch vor schweren Erkrankungen durch die anderen Varianten", betont das RKI auf seiner Webseite.

Das RKI berichtet zudem von der indischen Variante B.1.617, die bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter Beobachtung steht und bisher nicht als besorgniserregend eingestuft ist. "Diese Variante wurde zuerst im indischen Bundesstaat Maharashtra gefunden und verbreitet sich dort stark", erläutern die Wissenschaftler. Sie zirkuliere auch in anderen indischen Bundesstaaten und sei in Großbritannien und Deutschland vereinzelt gefunden worden. Für Deutschland werden 21 Nachweise genannt. Es wird hierzulande nur ein Bruchteil der Proben auf Varianten getestet.

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Quelle: DPA/RTL.de