Neue True-Crime-Doku auf TVNOW

Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust brachte vier Frauen um: „Ich werd’s wieder tun“

Frank Gust brachte zwischen 1994 und 1998 mindestens vier Frauen um.
Frank Gust brachte zwischen 1994 und 1998 mindestens vier Frauen um.
© DPA

14. Mai 2021 - 9:45 Uhr

Könnte Frank Gust bald auf freien Fuß kommen?

Frank Gust ist einer der schlimmsten Serienmörder, die es in Deutschland gab. Zwischen 1994 und 1998 brachte er mindestens vier Frauen um. Seine Opfer wurden teils schwer misshandelt und bestialisch verstümmelt. Die Presse nannte Gust darum auch den "Rhein-Ruhr-Ripper". "Ich kann mich nicht beherrschen", sagte Gust selbst über sich. "Das ist ein Teil von mir und das kommt immer wieder auf." Könnte dieser Mann bald wieder auf freien Fuß kommen?

Serienmörder sitzt seit 2000 in Haft - ohne Sicherheitsverwahrung

In der neuen TVNOW-Doku "Der Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust – Das Leben eines Serienmörders" sprechen nicht nur der Täter, sondern auch seine Mutter und seine Ex-Freundin, sowie weitere Zeitzeugen von damals über das Leben und die Taten von Frank Gust. Experten gehen in der Doku außerdem der Frage nach, ob es vielleicht sogar noch weitere Opfer gibt.

Petra Klages ist Kriminologin und hat ein Buch über den heute 51-Jährigen geschrieben. Dafür hat sie lange mit dem Serienmörder über seine Bluttaten gesprochen. "Ich werd's wieder tun", sagte er ihr in einem der Gespräche. Der 51-Jährige wurde 2000 zu lebenslanger Haft verurteilt, allerdings ohne nachfolgende Sicherungsverwahrung. Im schlimmsten Fall könnte Gust nach 26 Jahren Haft wieder auf freien Fuß kommen. Das wäre in rund fünf Jahren.

Frank Gusts erstes Mordopfer war eine Anhalterin

Seinen ersten Mord an einer Anhalterin beging Frank Gust kurz nachdem seine damalige Freundin mit ihm Schluss gemacht hatte. Doch auch vorher hatte er schon einige Gewaltfantasien ausgelebt. Als Kind fixierte er sein Meerschweinchen und erschlug es mit einer Betonplatte. Danach betastete er fasziniert die Eingeweide des zerquetschten Tieres. Mit Kaninchen machte er weiter. Als Jugendlicher brach er bereits in Leichenschauhäuser ein und machte sich dort an den Toten zu schaffen. Er fühle sich wohl und geborgen, wenn er "in Gedärmen herumwühlen" könne, sagte er den Ermittlern nach seiner Festnahme.

Später machte er einen Jagdschein – für ihn die perfekte Tarnung, um ungestört töten zu können. Er habe ganze Wiesen mit Wildkaninchen leer geschossen, sagt Gust in der Doku. Ihre Gedärme habe er in Eimern gesammelt und mit nach Hause genommen, um sich damit sexuell zu befriedigen. Als die kleinen Tiere ihm nicht mehr reichten, wandte er sich größerer Beute zu. Schafe, Rinder; Pferde – Gust schätz selbst, dass er im Laufe seines Lebens etliche hundert Tiere getötet hat.

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Frank Gust, der "Rhein-Ruhr-Ripper"
Frank Gust wurde von dem Medien "Rhein-Ruhr-Ripper" genannt. Zwei seiner Opfer waren Prostituierte, deren Leichen er bestialisch verstümmelte.
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"Rhein-Ruhr-Ripper" war fasziniert von den Eingeweiden seiner Opfer

Auch bei seinen Frauenmorden ging Gust brutal vor. "Die Leichen wurden geradezu drapiert", erinnert sich einer der Ermittler in der Doku. Gliedmaßen wurden abgetrennt und neu platziert, die Frauen regelrecht ausgeweidet. Seinem zweiten Opfer, einer Prostituierten vom Straßenstrich in Essen, trennt er den Kopf ab, ein anderes Opfer quält er bei lebendigem Leib, bevor er die Frau tötet.

Die Ermittler tappten in dem Fall jahrelang im Dunkeln. Nach außen hin führte Gust ein unauffälliges Leben. Er war verheiratet und hatte ein Kind. Doch hinter der Fassade des liebevollen Familienvaters brodelte es, seine Triebe ließen ihn nicht los. Gust sagt, dass er als Kind missbraucht wurde. Von anderen Kindern sei er gemobbt worden. "In dem Moment, wo er anfing, Tiere zu quälen, war er zum ersten Mal der Täter. Er hatte die Macht. Er war nicht das Opfer", erklärt Petra Klages.

Wie die Polizei dem Serienmörder am Ende auf die Spur kam und ihn festnehmen konnte sehen Sie in den vier Folgen der Doku "Der Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust – Das Leben eines Serienmörders", die ab dem 13. Mai 2021 auf TVNOW zu sehen sind.

JGR