Horrorspiel für PC, PlayStation und Xbox

Resident Evil Village im Test: Wie bissig ist der Schocker?

Die übergroße Lady Dimitrescu ist ganz klar einer der Highlight-Charaktere in Resident Evil 8.
Die übergroße Lady Dimitrescu ist ganz klar einer der Highlight-Charaktere in Resident Evil 8.
© Capcom

14. Mai 2021 - 18:57 Uhr

Resident Evil 8 im Test: Der Schocker des Jahres?

Rund vier Jahre nach dem letzten Teil ist mit Resident Evil 8 beziehungsweise Resident Evil Village endlich der langersehnte Nachfolger am Start. Die Horrorreihe blickt auf eine große Tradition zurück, sogar Kinofilme hat das Franchise hervorgebracht. Wir haben uns Capcoms frischen Schocker angeschaut und verraten, ob man sich endlich wieder gepflegt fürchten darf.

von Mike Spyridis

Resident Evil 8: Ethan ist wieder da!

Transsylvanien
In Resident Evil Village geht es diesmal nach Transsylvanien.
© Capcom

Doch erst einmal der Reihe nach: Wer Resident Evil 7 gezockt hat, erinnert sich noch an den Protagonisten Ethan Winters. Mit ihm stürzt sich der Spieler auch in Resident Evil 8 ins Horrorgeschehen. Allerdings lässt Ethan im neuen Teil das Landhaus in Louisiana weit hinter sich. Mittlerweile lebt er mit seiner Freundin Mia und dem Baby-Töchterchen Rose ganz weit entfernt. Alles wirkt zunächst harmonisch, doch nach dem sachten Friede-Freude-Eierkuchen-Intro überschlagen sich die schrecklichen Ereignisse.

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Resident Evil 8 im Test: Im Überlebensmodus

Lycans
In Resident Evil Village plagt man sich unter anderem mit Werwölfen herum.
© Capcom

Ethan verschlägt es unfreiwillig in ein transsylvanisches Bergdorf, wo er sich in bewährter Survival-Manier durchschlagen muss. Schneebedeckte Gipfel ringsum und die Silhouette eines Schlosses bilden zunächst die schaurige Kulisse. Mit den kleinen Hütten und netten Details wirkt Village ziemlich malerisch, doch natürlich wissen Spieler genau, dass ihnen hier keine romantische Bergwanderung bevorsteht.

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Resident Evil 8 im Test: Von Lycans und Gargoyles

Feind in Resident Evil 8
Auch bei vielen anderen Gegnern in Resident Evil 8 läuft einem das Wasser kalt den Rücken runter.
© Capcom

Ganz im Gegenteil: Äußerst schnell macht Ethan Bekanntschaft mit den neuen Gegnern des Spiels: Passend zum Setting – wie sollte es anders sein – gerät man jetzt mit Werwölfen – den sogenannten Lycans – aneinander. Sie sind fies, agil und bei deren Kauleisten würde jeder Zahnarzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Eklige Gebisse hin oder her, die Lycans sind bissiger als Pitbulls, was Ethan schneller zu spüren bekommt, als ihm lieb ist.

Resident Evil 8 im Test: Waffen und Händler

Werwolf
Bei diesem Miesepeter rutscht einem das Herz vor Schreck in die Hose.
© Capcom

Resident Evil 8 pfeffert Ethan natürlich nicht nur Lycans um die Ohren. Auch andere Ausgeburten der Hölle treiben den Puls in die Höhe, etwa gargoyle-ähnliche Schreckenswesen, die Ethan mit einem widerlichen Rüssel die Lebenskraft aussaugen wollen. Gut, dass ihm das Spiel wieder zahlreiche Wummen an die Hand gibt, etwa Pistolen, Flinten, Granatwerfer. Was darüber hinaus noch benötigt wird, hat der Händler parat, bei dem wir jetzt übrigens mit gesammeltem Fleisch Perks freischalten, etwa mehr Gesundheit.

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Resident Evil 8 im Test: Eine schrecklich nette Familie

Lady Dimitrescu
Mit der adligen Hausherrin ist nicht gut Kirschen essen.
© Capcom

So übel die Lycans auch sein mögen, mit ein wenig Zielwasser und den ersten gefundenen Waffen, halten wir das Pack recht gut in Schach. Im Schloss hingegen weht schon ein ganz anderer Wind. Dort wird Ethan von Lady Dimitrescu und ihren drei "liebreizenden" Töchtern mit offenen Armen empfangen. Kurios und schon vor dem Release von Resident Evil 8 im Netz rege diskutiert: Die Lady ist gut und gerne doppelt so groß wie Ethan. Die Statur flößt Ethan Respekt ein; mit ihrem Vampirdurst nach Blut bedient diese schrecklich nette Familie ein weiteres Klischee des Transsilvanien-Settings.

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Resident Evil 8: Atmosphärisches Setting

Schloss Dimitrescu
Das Schloss mit seinen zahlreichen Räumen ist ein optisches Highlight.
© Capcom

Wo gerade vom Schloss und seinen Bewohnern die Rede ist: Das gotisch angehauchte Bauwerk ist ein optischer Leckerbissen. Dementsprechend viel Spaß macht es, seine opulenten Säle, kleinen Kammern, Kerker und Schleichwege zu erkunden. Doch so atmosphärisch das Schloss Dimitrescu auch sein mag, besonders gruselig ist es nicht. Das war beispielsweise im letzten Teil deutlich besser, etwa wenn wir den durchgeknallten Baker-Vater hinter jeder Ecke befürchten mussten, und uns beim Erkunden des Anwesens oft die Pumpe ging. Schade, aus dem Schloss hätte man viel mehr herauskitzeln können.

Resident Evil 8: Etwas mehr Horror bitte

Gegner in Resident Evil Village
Das riecht nach Ärger.
© Capcom

Das ganze Spiel findet natürlich nicht nur im Schloss statt, doch auch die anderen Areale hätten ruhig etwas mehr subtilen Horror vertragen können. Nicht falsch verstehen: Natürlich fallen uns Gegner unvermittelt in den Rücken. Natürlich gibt es hier und da Jumpscares. Und selbstverständlich trifft der Look den Horrornagel auf den Kopf. Doch weil es so schön ist, wünschen wir uns einfach mehr davon.

Resident Evil 8: Bewährtes Gameplay

Dafür sind wieder jede Menge bewährte Spielelemente vorhanden, auf die sich Resi-Fans freuen. Der Spieler kämpft sich Schritt für Schritt durch die Welt, löst kleinere Rätsel, um Türen und Wege zu öffnen, kombiniert Gegenstände, nietet unangenehme Zeitgenossen um. Auch das Inventar-Management ist typisch Resi geblieben: zwar etwas sperrig, aber bei Fans dennoch beliebt.

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Resident Evil 8: Grafik und Look

Wald
Das Erkunden der atmosphärischen Areale macht richtig Laune.
© Capcom

Doch die schönsten Gegner bringen nichts, wenn sie ruckelig durchs Bild eiern. Das ist bei Resident Evil 8 zum Glück nicht der Fall: Aus technischer Sicht gibt es nichts zu beanstanden. Das Spiel läuft so weich wie ein heißes Messer durch Butter. Die Grafik machte keine Probleme, und die Framerate blieb weitestgehend stabil. Nur der teilweise monochrom anmutende Look hätte durchaus bunter sein dürfen, aber das ist Geschmackssache.

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Resident Evil 8 im Test: Fazit

Resident Evil 8 steckt voller bewährter Gameplay-Elemente im neuen Setting-Gewand. Der Mix aus Survival, Action und Erkundung macht auch im neuen Teil richtig viel Spaß, auch wenn es für unseren Geschmack ruhig noch eine Schippe mehr Horror hätte sein dürfen. Dennoch ist es eine absolute Empfehlung für Fans der Reihe und jene, die es noch werden wollen.

Erscheinungsdatum: 7. Mai für PC, PS5, PS4, Xbox One, Xbox Series S/X

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