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Reiten: Olympia-Reiter misshandelte Pony - 3 Jahre Sperre

Video löste Skandal aus

3 Jahre Sperre vom Weltverband: Olympia-Reiter misshandelte Pony

da Silva
Leandro Aparecido da Silva bei den Panamerikanischen Spielen 2015 in Toronto.
Imago Sportfotodienst

Reiter misshandelte Pony seiner Tochter

Eigentlich hatte der brasilianische Dressurreiter Leandro Aparecido da Silva von einem Start bei den Olympischen Spielen in Tokio geträumt. Doch Olympia findet in diesem Sommer ohne den 45-Jährigen statt. Nachdem ein Video aufgetaucht war, auf dem der Reiter ein Pony seiner Tochter misshandelt hat, wurde er nun vom Weltreiterverband FEI gesperrt.

Sperre für 3 Jahre bei internationalen Turnieren

Bereits im Sommer vergangenen Jahres verbreitete sich ein Video im Internet, auf dem ein großer Mann ein für ihn viel zu kleines Pony nicht nur reitet, sondern ihm dabei auch immer wieder hart im Maul ruckt. Später gab Leandro Aparecido da Silva zu, dass er der Mann auf dem Pony ist.

Der brasilianische Reiterverband nahm das Video zur Kenntnis – blieb aber untätig. Weil sich die Szene nicht auf einem Turnierplatz abgespielt habe, könne man nichts tun, so der Verband. Dafür griff der Weltreiterverband ein und verhängte jetzt eine Strafe.

Leandro Aparecido da Silva wurde für drei Jahre für Turniere gesperrt, muss umgerechnet über 4500 Euro Strafe zahlen sowie die Prozesskosten in Höhe von knapp 2000 Euro.

Reiter weist Vorwurf der Tierquälerei zurück

Da Silva selbst gab an, er habe das Pony korrigieren wollen, weil es ungehorsam gewesen sein soll. Bevor die Filmaufnahmen entstanden, habe es seine jüngste Tochter gebissen. Nach seiner Korrektur habe das Pony den Kindern wieder „ohne zu zögern“ gehorcht.

Der Reiter ist überzeugt: Er hat kein Tier gequält, sondern nur eine „spezielle Korrekturmethode“ benutzt, die missverstanden worden sei. Das Pony habe laut seiner Aussage keine Verletzung oder psychisches Trauma erlitten.

SID/RTL.de