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Reiseverbot in Großbritannien: Briten drohen 5.000 Pfund Strafe bei Reisen ins Ausland

"Stay at home"-Regel ab Montag

Auslandsurlaube verboten: Briten müssen bei Verstoß 5000 Pfund Strafe zahlen

Eine britische Familie sitzt auf dem Sofa und schaut sich eine Nachrichtenübertragung mit Premierminister Boris Johnson im Fernsehen an.
Auslandsreisen zu privaten Zwecken werden in Großbritannien ab Montag nicht mehr möglich sein.
picture alliance / empics | Martin Rickett

"Stay at home" wird ab Montag in Großbritannien wörtlich genommen

Auslandsreisen zu privaten Zwecken sind den Inselbewohnern zurzeit verboten, es gilt bis Montag die "Stay at home"-Regel. Ab dann wird die Regel zum Gesetz und bei Zuwiderhandlung wird eine satte Strafe fällig.

5000 Pfund Strafe bei Auslandsurlauben: Reisen nach Mallorca wird es in England nicht geben

Während zigtausend Deutsche über Ostern nach Mallorca juckeln, verschärfen die Briten ihre Corona-Regel "Stay at home" ab kommender Woche noch einmal und erklären sie zum Gesetz. Und das bringt für jene, die sich für einen Urlaub von der Insel wagen, eine spürbare Strafe mit sich: Wer erwischt wird, muss 5000 Pfund, rund 5800 Euro, zahlen. Laut der bisherigen Planung ist eine Lockerung der Corona-Beschränkungen erst im Mai in Sicht: Ab dem 17.5.2021 sollen für die ersten Urlauber Auslandsreisen wieder erlaubt sein. Bis zu dem Zeitpunkt wird ein Großteil der Briten geimpft sein.

Der Anstieg der Zahlen von Covid-19-Erkrankten auf dem europäischen Festland sowie die schleppend vorangehenden Impfungen sorgten für eine Verschärfung des Auslandsreiseverbots. Regierungsberater Neil Ferguson, Professor am Imperial College London, erklärte BBC Radio 4's World at One, Grenzmaßnahmen sollten langsamer gelockert werden als inländische Beschränkungen: "Ich denke konservativ und bin derzeit risikoscheu. Meiner Meinung nach sollten wir Sommerferien in Großbritannien planen und nicht im Ausland."

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"Jeder Einreisende sollte zum Test verpflichtet werden"

Ferguson kritisierte zudem die Ausnahmen für Auslandsreisen derzeit und empfahl, jeden in Großbritannien Einreisenden zu einem Corona-Test zu verpflichten. Legal genehmigte Gründe für Auslandsreisen beinhalten berufliche, ehrenamtliche und medizinische Notwendigkeiten sowie Ausbildungsgründe. Hinzu kommen Teilnahmen an Hochzeiten oder Beerdigungen.

Gesundheitsminister Matt Hancock erklärte, die Beschränkungen von Auslandsreisen seien notwendig, um die große Zahl an Infizierten und Corona-Mutanten im Blick behalten zu können, die eine Risiko für die Umsetzung der Impfungen bedeuteten.

Die neuen Corona-Gesetze, die am Montag vorgestellt werden, legen nahe, dass jeden, der England zum Vergnügen verlässt, eine Strafe von 5000 Pfund erwartet. Jeder, der die Insel verlässt, muss ein Formular ausfüllen und darin seine Gründe angeben. Die Reiseverbote gelten nicht für die Kanalinseln, die Isle of Man und Irland – außer es handelt sich dabei um einen Stop-over.

Quelle: BBC

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de.