Damit läuft alles glatt

Rasiergel & Co. bei Öko-Test: Günstige Produkte top, namhafte Marken flop

Frau rasiert sich das Bein mit Rasierschaum.
Rasierschaum & Co. schützen die Haut vor Irritationen.
Anna Bizon

Die Nassrasur ist die beliebteste Form der Haarentfernung. In der Regel ist sie schnell, gründlich und günstig. Damit die Klingen dabei ordentlich über die Haut gleiten und diese nicht unnötig irritiert wird, gibt es diverse Hilfsmittel: Schaum, Gel, Creme oder Seife – da ist für jede Vorliebe was dabei. Öko-Test hat 16 dieser Produkte für Frauen getestet und kann den Großteil davon empfehlen. Zwei namhafte Marken fallen jedoch wegen zweifelhafter Inhaltsstoffe durch.

Das wurde im Labor untersucht

Im Check: 16 Rasiermittel für Frauen aus Supermärkten, Discountern und Drogerien, darunter neun Rasiergele, vier Rasierschäume, zwei Rasiercremes und eine Rasierseife. Die Preise erstrecken sich von einem bis zu 19,90 Euro pro 200 Milliliter. Die von den Testern beauftragten Labore untersuchten die Ware auf allergene Duftstoffe, Moschusverbindungen, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern, auf bedenkliche Formaldehyd/-abspalter, auf umstrittene halogenorganische Verbindungen sowie - bei paraffinhaltigen Produkten - auf eine Verunreinigung mit problematischen Mineralölbestandteilen (MOAH).

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Diese Rasiermittel sind Preis-Leistungs-Sieger

Resultat: Insgesamt gibt es wenig zu meckern. Nur zwei Produkte fallen mit „mangelhaft" durch, drei Viertel dagegen können die Tester empfehlen. Unter den fünf Rasiermitteln mit Bestnote „sehr gut" sind nicht nur solche mit Naturkosmetiksiegel, sondern auch zwei konventionelle Rezepturen vom Discounter, die zu den günstigsten Produkten im Test gehören.:

  • „Bevola Rasiergel Peach" von Kaufland für 1,35 Euro pro 200 ml
  • „Pure & Basic Lady's Rasierschaum Sensitiv" von Netto für 1,05 Euro pro 200 ml

Mit fünf Euro pro 200 ml deutlich teurer ist da schon der "Alverde Sensitiv Rasierschaum" von dm. Noch tiefer müssen Verbraucherinnen für die ebenfalls sehr gute „Bioturm Intim Rasiercreme" (19,90 Euro pro 200 ml) in die Tasche greifen.

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Hier läuft leider gar nichts glatt

Als „mangelhaft" werden hingegen die „Hi Audrey Intuition Shave Cream Coconut" von Wilkinson Sword (3,42 Euro pro 200 ml) und das „Satin Care Sensitive Aloe Vera Rasiergel" von Procter & Gamble (2,95 Euro pro 200 ml) bewertet.

Ersteres weist aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen (MOAH) auf, die in der Regel aus schlecht aufgereinigten Paraffinen in Kosmetika gelangen. In der großen Stoffgruppe der MOAH befinden sich auch krebserregende Verbindungen, und Öko-Test kann nicht ausschließen, dass sie auch hier enthalten sind. Zudem enthält das Produkt Silikone. Diese gelangen nach der Rasur ins Abwasser und von dort in die Gewässer oder mit dem Klärschlamm auf Felder, wo sich manche Verbindungen nur langsam wieder abbauen.

Im Rasiergel von Procter & Gamble konnte hingegen der synthetische Moschusduft Galaxolid nachgewiesen werden. Dieser breitet sich weltweit in Flüssen und Seen aus und ist für Wasserlebewesen toxisch. Die Verbindung reichert sich auch im menschlichen Fettgewebe an, wohin sie über die Nahrungskette, aber auch über die Haut aus Kosmetika gelangt.

Alle Testergebnisse gibt’s auf der Website von Öko-Test. (xwi/rka)

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