Keine Straßennamen, verrückte Hausnummern

Purer Wahnsinn! Dieser Briefträger hat den irrsten Job des Nordens

17. September 2021 - 16:21 Uhr

Auf der kleinsten ostfriesischen Insel geht die Post ab

Keine Straßennamen und eine verrückte Anordnung der Hausnummern – das ist der kuriose Alltag von Postzusteller Andre Krandick. Der 37-Jährige scheint starke Nerven zu haben, denn pro Woche muss er zusammen mit zwei Kollegen im Schnitt 610 schwere Pakete und 2350 Briefe zustellen und das ohne Auto! Doch er schafft es, die Ruhe zu bewahren. Warum andere auf der Insel trotzdem ab und zu unentspannt werden, sehen Sie im Video.

Luxus vom Festland

Im Sommer kommen jeden Tag viele Touristen mit der Fähre auf die Insel und mit ihnen auch die Post. Nicht nur die Insulaner bestellen vieles auf dem Festland und lassen es sich mit Paketen zuschicken. Auch die Touristen haben im Urlaub besondere Ansprüche. Zum Beispiel teuren Champagner. "Oder auch bestimmtes Hundefutter ist sehr beliebt bei den Urlaubern, die länger bleiben", erzählt Andre Krandick.

Keine festen Arbeitszeiten

Die Inselboten müssen flexibel sein, denn der Arbeitstag kann mal um 9 und manchmal auch erst um 15 Uhr starten. "Bei uns ist ja die Situation, dass wir hier auf der Insel mit Ebbe und Flut leben. Bei den anderen Inseln kommen die Fähren auch bei Niedrigwasser. Das funktioniert hier nicht. Hier ist die Anbindung nicht gegeben", erklärt Andre Krandick. Im Winter bringt die Fähre nicht mehr so viele Pakete. Weniger zu schleppen heißt das für die Inselboten, dafür aber heftiger strampeln, auf Fahrrad oder Trike, bei mehr Wind und Wetter. (cta)