Prinz Harrys Bruder reagiert auf Vorwürfe

Prinz William: „Wir sind keine rassistische Familie“

14. März 2021 - 22:00 Uhr

William weist Rassismusvorwürfe von sich

Prinz William hat die von seinem Bruder Prinz Harry (36) und dessen Frau Meghan (39) erhobenen Rassismus-Vorwürfe gegen das britische Königshaus zurückgewiesen. "Wir sind keine rassistische Familie", sagte der 38-Jährige am Donnerstag beim Besuch einer Schule in London. Wie kühl er dem Reporter auf diese Frage antwortet und seine Reaktion gibt's im Video zu sehen.

Prinz William hat seit dem Interview noch nicht mit Harry gesprochen

Eigentlich sollte es ein normaler öffentlicher Termin werden. Prinz William und Herzogin Kate besuchten gemeinsam eine Schule in London. Vor den Augen der britischen Presse zeigten sie sich professionell und ließen sich nicht anmerken, was in ihnen seit dem Interview von Harry und Meghan mit Oprah Winfrey vorgehen muss. Doch dann kommen Fragen eines Journalisten, bei denen William kurz durchscheinen lässt, wie sehr ihn die Aussagen seines Bruders Harry getroffen haben.

Als der Reporter wissen will, ob Prinz William seit Harrys und Meghans TV-Interview, das am Sonntagabend in den USA lief, mit seinem Bruder gesprochen habe, rutscht William zunächst ein fast ironisch klingendes Lachen heraus, bevor er formal antwortet: "Nein, aber ich werde das tun." Auf die Nachfrage, ob die königliche Familie denn nun rassistisch sei, antwortete der Prinz knapp, aber mit Nachdruck: "Wir sind absolut keine rassistische Familie!"

Meghan und Harry hatten in ihrem Enthüllungsinterview mit der US-Talk-Legende der royalen Familie mangelnde Unterstützung und rassistische Gedankenspiele vorgeworfen. So sei es im Königshaus vor der Geburt ihres Sohnes Archie Thema gewesen, wie dunkel dessen Hautfarbe sein würde.

Palast hatte mit offiziellem Statement auf die Rassismusvorwürfe reagiert

Meghan ist das erste Mitglied der Familie mit afroamerikanischen Wurzeln, ihre Mutter ist schwarz. Das Königshaus hatte am Dienstag in einem knappen Statement mitgeteilt, man werde die Rassismusvorwürfe "privat" klären, aber sie seien "besorgniserregend".

London (dpa)