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Podcast "heute wichtig": Ohne Arme und Beine auf dem Kilimandscharo: "Ein Rucksacktourist im wahrsten Sinne des Wortes"

Im Podcast "heute wichtig"

Ohne Arme und Beine auf dem Kilimandscharo: "Ein Rucksacktourist im wahrsten Sinne des Wortes"

Zusammen mit vier weiteren Freunden bestieg Janis McDavid den Kilimandscharo in Tansania.
Zusammen mit vier weiteren Freunden bestieg Janis McDavid den Kilimandscharo in Tansania.
SVEN HASSE

"Grundsätzlich sind Krisen das normalste der Welt", das sagt zumindest Janis McDavid. Und der muss es ja wissen, denn er ist ein wahrer Profi, wenn es um Krisen geht. Der Motivationscoach und UNICEF-Botschafter musste selbst schon einige Hürden in seinem Leben meistern, denn er kam ohne Arme und Beine auf die Welt.

Zu Beginn des Ukraine-Kriegs fühlte sich selbst der Motivationscoach ohnmächtig

Für Janis McDavid sind Krisen, wie wir sie kennen, das normalste der Welt. Deswegen überrascht es den 30-jährigen Motivationscoach nach wie vor, wenn Leute überrascht sind, wenn sie mal eine Krise haben. "Das menschliche Leben und unser Zusammenleben ist konstant von Krisen geprägt", sagt McDavid in Folge 264 des Podcasts "heute wichtig". Das wirklich Neue an der Situation sei für viele der Fakt, dass "wir erleben, dass diese Krisen immer näher an uns heranrücken". Und wie nahe, dass musste er anhand des Ukraine-Kriegs am eigenen Leib erfahren. "Bei mir war der Tiefpunkt erreicht, als der Krieg in der Ukraine losging", schildert er Podcast-Host Michel Abdollahi. Über 1,5 Wochen fühlte sich McDavid sehr ohnmächtig, berichtet sogar davon, arbeitsunfähig gewesen zu sein.

Noch im Dezember 2021 reiste Janis McDavid als UNICEF-Botschafter in die Ukraine und traf offene und engagierte Aktivist:innen. Doch kaum ein halbes Jahr später herrscht dort Krieg, der Motivationscoach fühlte sich ohnmächtig. Denn ihm sei zwar bewusst, wie hilfreich Spenden und Solidarität zeigen sei, aber am Ende des Tages würde auch das "diese Gräueltaten nicht beenden". Für Ihn ist es wichtig, auch diese Seite transparent zu beleuchten, denn er selbst halte nicht viel von "Kolleg:innen, die als Motivationstrainer auftreten, wo man das Gefühl hat, die sind immer glücklich." Dieses Verhalten ist seines Erachtens nach "unmenschlich" und vor allem auch "ungesund".

Als Rucksacktourist auf den Kilimandscharo

Doch für den Berliner gab es auch Grund zu feiern. Zusammen mit vier weiteren Freunden bestieg er den Kilimandscharo in Tansania, und das als "Rucksacktourist im wahrsten Sinne des Wortes". Wegen seines angeborenen Handicaps wurde McDavid in einen handelsüblichen Tracking-Rucksack gesetzt und von seinen Freunden den ganzen Weg bis auf den Gipfel getragen. McDavid selbst gibt zu: "Niemand von uns ist davon ausgegangen, dass wir es wirklich alle fünf da hoch schaffen." Umso mehr freut es ihn, dass sie es alle zusammen geschafft haben und beschreibt das Erlebnis als eine "mega Erfahrung".

Boris Becker: Eine Sportlegende, die vielleicht ins Gefängnis muss

Außerdem schauen wir bei "heute wichtig" nach London – dort steht mit Boris Becker einer der größten Sportler Deutschlands vor Gericht. Schon vor drei Wochen wurde der Tennis-Held von einer Jury schuldig gesprochen, in vier von 24 Anklagepunkten. Heute verkündet Richterin Deborah Taylor das Strafmaß. Kurz zusammengefasst wird Boris Becker vorgeworfen, dass er in einem Insolvenzverfahren bewusst einige Teile seines Vermögens nicht angegeben haben soll. Sein Verteidiger wiederum sagt: Sein Mandant sei zwar naiv, aber unschuldig. Theoretisch könnte Boris Becker für dieses Urteil sogar ins Gefängnis kommen – heute werden wir es erfahren.

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