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PMDD: Wenn die Schmerzen über typische Menstruationsbeschwerden hinaus gehen

Mit Regelbeschwerden haben viele Frauen zu kämpfen. Doch PMDD ist eine extreme Form.
Es gibt verschiedene Formen der Regelbeschwerden. Manche sind extremer als andere. © Graham Oliver

Eine Extremform von PMS

Während der Menstruation wollen wir am liebsten schokolade-essend mit der Wärmflasche auf dem Unterleib im Bett liegen und alles um uns herum ausblenden - vor allem die unangenehmen Schmerzen in Bauch, Rücken und Gliedern. Wenn die Beschwerden regelmäßig und stark vor allem vor der Menstruation auftreten, kann es sich um die Erkrankung PMDD, eine prämenstruelle dysphorischen Störung, handeln. Wir klären auf.

PMDD: Beschwerden bis hin zu Angstzuständen

Etwa 80 Prozent der Frauen leiden an PMS, dem 'Prämenstruellen Syndrom', das typisch für körperliche und psychische Beschwerden vor der Periode ist. Das Syndrom ist nicht - wie häufig gemeint - eine Scheinkrankheit und hat auch nichts mit der normalen Ankündigung vor dem weiblichen Zyklus zu tun. 

Wenn die Beschwerden regelmäßig und in extremer Form auftreten, kann es sich aber auch um die 'Prämenstruelle Dysphorische Störung' handeln, abgekürzt PMDD. Das Syndrom geht mit Depressionen, Konzentrationsschwierigkeiten, allgemeiner Unlust, Lethargie, Appetitlosigkeit oder Schlaflosigkeit einher - macht sich aber auch durch Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwellungen in den Brüsten und Kopfschmerzen bemerkbar. Frauen, die unter PMDD leiden, müssen auch mit Stimmungsschwankungen kämpfen. Die extremen Gefühle verwirren - daraus entstehen teilweise sogar Angstzustände und Aggressionen. Betroffen sind zwischen 2 und 5 Prozent der Frauen - häufig im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. 

Die Symptome treten meist zwei Wochen vor Einsetzen der Periode auf und schwächen erst nach Ende der Menstruation wieder ab. Die Beschwerden sind also nahezu eine Dauerbelastung für die betroffenen Frauen. 

Was tun gegen PMDD?

"Oftmals sind Aufklärung, Veränderungen des Lebens- und Ernährungsstils, Sport oder auch der Einsatz pflanzlicher Präparate zur Beseitigung der körperlichen Begleitsymptome (z.B. bei Brustspannen, Kopfschmerzen etc.) ausreichend. Manchmal klingen die Symptome nach Einnahme eines Kontrazeptivums (Pille) deutlich ab", erklärt Dr. Almut Dorn für Gynäkologische Psychosomatik. "Die psychotherapeutische Beratung oder Therapie kann hilfreich sein, gerade wenn Umgebungs- und Verhaltensfaktoren zur Verstärkung der Symptome beitragen."

Auch seien Entspannungsübungen hilfreich, um das eigene Wohlbefinden zurück zu erlangen. In besonders schweren Fällen hilft aber auch das nicht mehr. Dann ziehen Ärzte das Verschreiben von Antidepressiva in Betracht und tun dies nach einer intensiven Diagnose auch.
Für weitere Informationen ziehen sie am besten Ihren Gynäkologen hinzu.

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