12. Januar 2019 - 12:38 Uhr

Fotograf hält tragischen Moment fest

Es ist ein schwer zu ertragendes Foto: Eine Robbe liegt am Strand. Die Augen blicken traurig in die Ferne. Um ihren blutigen Hals hat sich ein blaues Netz gewickelt, schneidet in das Fleisch des hilflosen Seehund-Mädchens – bis es schließlich nicht mehr zu retten ist.

Tierschützer können Robbe nicht mehr helfen

Das Foto ist kein Ausschnitt aus einer skurrilen Horrorgeschichte, das Foto ist Realität. Festgehalten von Fotograf Paul Macro an der Küste von Norfolk in England. Ursprünglich wollte er hier eine der größten Robbenkolonien Großbritanniens fotografieren. Vor die Kamera bekam er stattdessen das traurige Ergebnis des menschlichen Plastikverbrauchs.

"Es war herzzerreißend", berichtet Paul Macro gegenüber "TriangleNews" vom Anblick der gefangenen Robbe. "Man konnte sehen, wie traurig sie war […] Vor ihr lag ein großes Robben-Männchen. Es sah aus, als wollte es sie beschützen."

Weil Macro sich dem leidenden Tier nicht einfach nähern wollte, rief er Tierschützer der Organisation "Friends of Horsey Seals" zu Hilfe. Doch die kam leider zu spät: Als er sich später bei ihnen erkundigte, wie es dem Seehund-Weibchen geht, erklärten ihm die Tierschützer, dass sie das Robben-Mädchen nicht retten konnten.

Meerestiere leiden unter Tonnen an Plastikmüll

Viel zu häufig erreichen uns Bilder von Tieren, die aufgrund des hohen menschlichen Plastikverbrauchs ums Leben kommen. Robben, die von Frisbeescheiben erwürgt werden, Schildkröten, deren Körper vom Plastik verformt ist, Plastikmüll im Magen von Vögeln – mehr als 100 Millionen Tonnen Kunststoff haben sich Forschern zufolge mittlerweile in den Weltmeeren angesammelt. Jedes Jahr kostet dieser Müll laut "WWF" zehntausende Tiere das Leben. Ändern können nur wir selbst etwas an daran. Denn am Ende ist der Müll in den Meeren in Form von Mikroplastik auch für uns Menschen gefährlich.