Feinmotorik fördern beim Baby

Pinzettengriff: Wenn das Baby greifen lernt

Mit dem Pinzettengriff lernt das Baby greifen und Feinmotorik. Hat das Baby erst einmal gelernt, Gegenstände zwischen seinen Fingern einzuklemmen,  greift es munter drauf los, um die neue Technik ausgiebig zu üben.
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24. März 2020 - 11:10 Uhr

Alles Wissenswerte zum Pinzettengriff

Babys müssen das Greifen erst lernen, da es eine gewisse Fingerfertigkeit erfordert. Anfangs versuchen sie, etwas unter Einsatz der kompletten Faust aufzuheben. Sie klemmen den Gegenstand zwischen alle Fingerchen und den Handballen. Mit zunehmendem Alter setzen die Sprösslinge den Pinzettengriff ein. Bei diesem kann das Baby greifen, indem es Dinge zwischen den Fingerbeeren seines Daumens und seines Zeigefingers einklemmt. Es formt also eine Pinzette, worin sich die Begriffsbezeichnung begründet.

Wann lernt das Baby den Pinzettengriff üblicherweise und was kann es damit tun?

Ab dem achten Lebensmonat können Sie damit rechnen, dass Ihr Kind seine Finger als Pinzette einsetzt. Im Durchschnitt sind die Babys jedoch neun Monate alt. Wenn Ihr Nachwuchs erst später damit beginnt, sollten Sie sich keine Sorgen machen. Teilweise beherrschen Kinder erst mit 14 Monaten diesen Griff. Unabhängig davon, wann Ihr Sprössling mit dieser Form des Greifens anfängt, er möchte diese neue Fähigkeit so oft wie möglich üben, weshalb er darin schnell besser wird. Nichts ist vor den Kleinen sicher. Sie greifen auf diese Weise nach Essen, Spielsachen und vielem mehr. Außerdem ist diese Griffart wichtig, um später Besteck zu halten, mit Stiften zu malen und Puzzle zusammenzusetzen.

Wie können Eltern das Erlernen dieses Griffs fördern?

Eltern können ohne Leistungsdruck den Griff üben. Dies gelingt am besten mit Essen. Sie können beispielsweise einen Teller mit Blaubeeren, gekochtem Reis, Himbeeren, kleinsten Brotstückchen und halbierten Trauben anrichten. Diese Nahrungsmittel sind weich und eignen sich hervorragend, um sie mit den Fingerchen aufzuheben und in den Mund zu führen. Solch eine kleine Übung macht den Sprösslingen Spaß und Sie können zugleich lernen, welche Lebensmittel Ihr Kind am liebsten isst. Vielleicht stellen Sie mit der Zeit fest, dass Ihr Baby diesen Griff perfektioniert und bereit für den Zangengriff ist. Bei diesem hebt es Dinge zwischen den Fingerspitzen von Daumen und Zeigefinger auf.

Geht von dieser Griffart eine Gefahr aus?

Kinder müssen für ihre Feinmotorik lernen, mit Zeigefinger und Daumen nach etwas zu greifen. Da das Baby jedoch Risiken nicht abschätzen kann, müssen Eltern besonders achtsam sein. Sie sollten daher stets anwesend sein, wenn der kleine Schatz diese Griffart übt. Ein kurzes Wegsehen reicht aus und die Reiskörner verschwinden in der Nase oder im Ohr. Deutlich gefährlicher sind jedoch Kleinstteile von Spielzeugen, die Ihr Baby nun aufheben kann. Wenn der Nachwuchs sie verschluckt, besteht Erstickungsgefahr. Lassen Sie also keine kleinteiligen Gegenstände in der Nähe Ihres Kindes liegen, wenn es unbeaufsichtigt ist.