Wenn die Hormone verrückt spielen

Pickel statt rosige Haut: Was hilft gegen Schwangerschaftsakne?

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23. August 2019 - 18:48 Uhr

Von wegen Baby-Glow!

Man sieht es in den Augen von vielen Schwangeren: sie strahlen dieses ganz besonders Ich-werde-bald-Mama-Leuchten aus - und auch die Haut schimmert zart-rosig. Leider kann nicht jede Schwangere vom "Baby-Glow" profitieren. Statt porenfreier, praller Pfirsichhaut kämpfen sie stattdessen mit Pickeln, Mitessern und unreiner Haut - sie leiden unter Schwangerschaftsakne. Wir sagen, was die Ursachen sind und was hilft.

Die Ursachen für Schwangerschaftsakne

Wie auch in der Pubertät stellt sich auch der Hormonhaushalt in der Schwangerschaft um. So kann es bei einigen Frauen passieren, dass bei ihnen plötzlich Pickel und unreine Haut auftreten, weil ihr Körper verstärkt Androgene, also männliche Geschlechtshormone, ausschüttet. Wer schon vorher unter unreiner Haut litt, wird auch während der Schwangerschaft damit wieder zu kämpfen haben. Bei manchen zeigen sich nur kleinere Hautunreinheiten in Form von Mitessern oder kleineren Pickeln - dies sind allerdings noch kein Indiz für Schwangerschaftsakne. Bei entzündeten, eitrigen Pusteln oder schmerzhaften Aknepickeln im Gesicht, auf dem Dekolleté oder Rücken, sollte man einen Dermatologen aufsuchen.

Verschwindet die Schwangerschaftsakne?

Wie auch nach der Pubertät, verschwindet auch nach der Geburt die Schwangerschaftsakne. Wann das genau passiert, ist bei Frauen unterschiedlich. Bei manchen Frauen verbessert sich das Hautbild sogar im zweiten Trimester der Schwangerschaft.

Wie pflege ich jetzt meine Haut?

Unreine Haut sollte auf milde Pflegeprodukte zurückgreifen, die auch für fettige Haut geeignet sind. Wichtig ist es, die Haut sanft zu entfetten und sie zu beruhigen, damit die Pickel sich nicht entzünden. Besonders sanft sind pH-neutrale Reinigungsmittel mit einem Wert zwischen 5,5 und 6,5. Verzichten sollten man stattdessen auf fett- und ölhaltige Pflegeprodukte.

Wer unsicher ist, welche Produkte in der Schwangerschaft genommen werden dürfen, fragt seinen Dermatologen um Rat. Auf keinen Fall dürfen die Pickel ausgedrückt oder aufgekratzt werden, da es sonst unschöne Narben entstehen können. Ein Termin bei einer guten Kosmetikerin, die die Haut professionell ausreinigen, kann zusätzlich das Hautbild verbessern.

Sanfte Peelings reinigen die verstopften Talgdrüsen wieder frei

Wöchentliche Peelings verhindern, dass Hautschüppchen die Poren verstopfen. Peelings kann man auch ganz einfach selber herstellen, Auch entzündungshemmende Masken verschaffen Linderung, wie zum Beispiel eine Honig-Quark-Maske:

Zutaten:

  • 2 Esslöffel Quark
  • 2 Teelöffel Honig
  • 1/2 Teelöffel Sahne
  • 1/2 Teelöffel Zitronensaft

Zubereitung:

Mischen Sie je einen Teelöffel Quark und Honig mit der Sahne und je einen Teelöffel der beiden Zutaten mit dem Zitronensaft. Während Sie die Sahnemischung auf der Wangenpartie verteilen, bestreichen Sie das restliche Gesicht mit der Zitronensaftmischung. Während der 30-minütigen Einwirkzeit können Sie nach Belieben auch ein warmes, feuchtes Handtuch auf Ihr Gesicht legen. Nach Ablauf der Zeit die Maske mit warmem Wasser abnehmen und eincremen.

Gesunde Ernährung kann Beschwerden lindern

Viel Wasser trinken! Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft dem Körper, Schadstoffe zu lösen, die dann über die Haut nach außen transportiert und mit der täglichen Reinigung entfernt werden.

Außerdem empfehlen viele Dermatologen ihren Patientinnen eine bewusstere Ernährung. Milch- und Fleischprodukte und Kohlenhydrate aus Süßem und Weißmehlprodukten fördern nämlich die Entzündungsbereitschaft des Körpers und somit auch die Akne. Gemüse, Obst, Nüsse, fettreicher Fisch und Hülsenfrüchte wirken dagegen entzündungshemmend und können helfen, Akne vorzubeugen.​