Kampf gegen das Nachfetten

Pflegetipps: So werden die Haare nicht mehr so schnell fettig

03. September 2020 - 16:19 Uhr

Video: 6 Tipps zur Pflege bei fettigem Haar

Einige Menschen leiden unter permanent fettigem Haar – und geraten beim Kampf gegen das Nachfetten der Kopfhaut häufig in einen Teufelskreis. Dabei gibt es einige effektive Maßnahmen, die man ergreifen kann, um der übermäßigen Talgproduktion den Kampf anzusagen. Wir verraten, was Sie dagegen tun können.

Fettige Haare: Das Nachfetten einfach abgewöhnen?

Das Problem kennen viele: Man hat die Haare am Morgen erst frisch gewaschen, aber nachmittags werden sie schon wieder strähnig. Doch sich jeden Tag die Haare zu waschen, soll den Haaren ja mehr schaden als helfen. Was kann man also tun? Es gibt einen Trick: Gewöhnen Sie Ihre Haare daran, dass sie seltener gewaschen werden. Wir verraten Ihnen, wie es gelingt.

Warum wird Haar überhaupt fettig?

Fettige Haare können viele Gründe haben. Die erbliche Veranlagung spielt hierbei eine genauso große Rolle wie Stress oder hormonelle Veränderungen. Vor allem in der Pubertät und der Schwangerschaft fetten die Haare stärker nach. Aber auch ungesundes Essen, die Einnahme bestimmter Medikamente oder falsche Haarpflege können zu fettigen Haaren führen.

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Tägliches Haarewaschen - ein Teufelskreis für die Kopfhaut

Wäscht man seine Haarpracht zu oft, kann das zu einem regelrechten Teufelskreis führen. Denn durch das Einarbeiten des Shampoos werden die Ölproduktion der Kopfhaut sowie die Durchblutung angeregt. Außerdem lassen viele Shampoos die Kopfhaut austrocknen. Dadurch fettet sie auch schneller nach – ein Teufelskreis.

Welche Shampoos die Kopfhaut nicht austrocknen und sich bei trockenen Haaren eignen, hat Öko-Test unter die Lupe genommen.

Fettige Haare loswerden: Training gegen das Nachfetten

Fettiges Haar: Frau duscht
Trotz Dusche sind die Haare schon wieder fettig? Das Nachfetten können Sie ihnen langsam abgewöhnen.
© iStockphoto

Das ist aber kein Grund den Kopf hängen zu lassen, denn man kann den Haaren tatsächlich antrainieren, langsamer nachzufetten. Wie genau das funktionieren soll, erklären wir Ihnen mit folgendem 4-Tages-Plan:

  1. Am ersten Tag können Sie Ihre Haare noch wie gewohnt waschen. Verwenden Sie dafür ein Shampoo ohne Silikone, da diese in ihrer Zusammensetzung leichter sind und das Haar nicht so sehr beschweren.
  2. Schlechte Nachrichten: An Tag 2 dürfen Sie nicht waschen, sonst wäre das Experiment direkt gescheitert. Verwenden Sie übergangsweise ein Trockenshampoo, das Sie auf Ihre Haare sprühen. Es saugt überschüssiges Fett auf und gibt den Haaren mehr Volumen. Für dunkle Haartypen gibt es sogar Trockenshampoo in passenden Farben. So vermeiden Sie unschöne Grauschleier.
  3. Am dritten Tag müssen Sie auch nochmal die Zähne zusammenbeißen. Aber kein Grund zum Verzweifeln: Mit diesen 6 Frisuren für ungewaschenes Haar lässt sich der fettige Ansatz wunderbar verstecken.
  4. An Tag 4 dürfen Sie Ihre Haare waschen, allerdings nur mit warmem Wasser und etwas Apfelessig als Shampoo-Ersatz. Den aber bitte nicht ausspülen. Der säuerliche Geruch des Essigs verfliegt nach dem Trocknen recht schnell. Die besten Apfelessige haben wir in unserem großen Apfelessig-Test für Sie verglichen.

Damit man mit dem 4-Tages-Plan auch dauerhafte Ergebnisse erzielt, müssen Sie etwas Geduld haben und die Prozedur für einige Woche wiederholen. Sie werden merken, wann Ihre Haare darauf ansprechen und weniger schnell nachfetten.

Hausmittel gegen fettige Haare

Neben der Abgewöhnung des Nachfettens gibt es außerdem einige Hausmittel die gegen fettiges Haar helfen sollen. Versuchen Sie es doch einmal mit einer einfachen Maske aus Heilerde: Dafür einfach 10 Esslöffel Heilerde mit 200 Milliliter Wasser mixen und das Gemisch in die Haare einmassieren. Nun lassen Sie die Heilerde 10 bis 20 Minuten einwirken, bevor Sie sie sorgfältig wieder ausspülen. Die Heilerde bindet sich mit dem überflüssigen Talg auf der Kopfhaut und befreit verstopfte Talgdrüsen – ideal gegen Schuppen und fettiges Haar.

Außerdem kann es helfen, mit Babyshampoo zu duschen. Dieses ist besonders hautfreundlich und sanft zur Kopfhaut. Auch sehr milde Erwachsenen-Shampoos ohne Silikone können gut für fettiges Haar sein und dabei helfen, die fleißigen Talgdrüsen in den Griff zu bekommen.

Fettiges Haar verhindern: So können Sie vorbeugen

Um zu vermeiden, dass Ihre Haare wieder anfällig für schnelles Nachfetten werden, können Sie einige einfache Dinge im Alltag beachten. So sollten Sie beispielsweise auf die richtige Ernährung achten. Hier gilt: Vorsicht vor Zucker und Fertigprodukten – diese regen die Talgproduktion an und können so ein schnelleres Nachfetten der Kopfhaut begünstigen.

Auch bei der täglichen Haarpflege sollten Sie ansetzen: Duschen Sie nicht zu heiß, denn die Hitze regt ebenfalls die Talgproduktion der Kopfhaut an. Lauwarme Temperaturen eignen sich ideal, um die Haare sanft zu waschen. Bürsten Sie die Haare zudem nicht zu häufig, da das regelmäßige Kämmen das Fett zusätzlich in den Haaren verteilt. Wenn es geht, sollten Sie auch auf eine Kopfbedeckung verzichten. Sie schafft eine warme Atmosphäre auf dem Kopf, die die Fettproduktion anregt.

Video: Richtig Haare waschen - warum muss ich Conditioner benutzen?

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