Die Verwechslung fiel tagelang nicht auf

6.000 Euro für die Katz! Teure Savannah-Katze entpuppt sich als Tiger

Links eine Savannah-Katze, rechts ein Tiger-Junges. Man sieht schon einen Unterschied, oder?
© picture alliance, (Symbolbild)

21. Oktober 2020 - 11:41 Uhr

In Deutschland gelten strenge Vorschriften für Haltung von Savannah-Katzen

Savannah-Katzen, eine Kreuzung aus Hauskatzen und afrikanischen Wildkatzen, werden immer beliebter. Dabei sollte man sich bewusst machen, dass sie als Wildtier-Hybride ganz andere Anforderungen an ihre Besitzer stellen als normale Hauskatzen. In Deutschland gelten für die Haltung strenge Vorschriften. Dennoch wollte ein Paar aus Frankreich eins der schönen Tiere bei sich aufnehmen und kaufte für 6.000 Euro ein Kätzchen – das sich später als Tigerbaby herausstellte.

Tiger dürfen nicht als Haustier gehalten werden

Das Paar aus Le Havre in der Normandie habe über eine Online-Anzeige auf ein junges Savannah-Kätzchen geboten, wie "Daily Mail" in Berufung auf einen Polizeibericht erklärt. Bezahlt habe das Paar die vereinbarten 6.000 Euro bei Übergabe. Doch obwohl die Unterschiede eigentlich hätten auffallen müssen, erkannten die Tierkäufer nicht, dass es sich statt um eine Savannah-Katze um einen sibirischen Tiger handelte.

Erst nach ein paar Tagen zu Hause wurden sie angeblich misstrauisch und informierten die Polizei. Die nahmen das Tigerjunge in Obhut. Denn während man in Frankreich Savannah-Katzen halten darf, zählen Tiger zu gefährdeten Arten, die nicht als Haustier infrage kommen. Der Fall ereignete sich bereits 2018. Nun wurden neun Verdächtige in dem Fall wegen Handels mit einer geschützten Art festgenommen – auch das Paar, das sich anfangs als Opfer darstellte.

Dem Tiger geht es gut, er hat ein neues – artgerechtes – Zuhause gefunden.

Übrigens: Worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich ein neues Haustier kaufen möchten, erfahren Sie hier.