Besonders Kranke und Ältere sind gefährdet

In Ostsee mit Vibrionen infiziert: Urlauberin im Krankenhaus

07.07.2022, Schleswig-Holstein, Travemünde: Nur wenige Menschen sind bei bedecktem Himmel zwischen den überwiegend geschlossenen Strandkörben an der Ostsee bei Travemünde unterwegs. Nach Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben am Donnerst
Ostseeküste
chc flm, dpa, Christian Charisius

Eine 81 Jahre alte Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen hat sich an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern mit Vibrionen infiziert. Das bestätigte eine Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lagus) dem Zeitungsverlag Schwerin.

Badegäste dieser Risikogruppen sollten aufpassen

An welchem Küstenabschnitt sich die Seniorin die Infektion zugezogen hat, wollte das Lagus nicht mitteilen. Die Frau sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Sie habe Vorerkrankungen, hieß es weiter.

Bei Vibrionen handelt es sich um das Bakterium Vibrio vulnificus, das natürlicherweise in Meer- und Brackwasser vorkommt – vermehrt bei Temperaturen ab circa 20 Grad. Laut Lagus sind jedoch nur sehr wenige Badegäste gefährdet; besonders ältere Menschen mit einer offenen Wunde sowie Personen, die eine schwache Immunabwehr haben oder wegen von Vorerkrankungen in ihrer Immunabwehr geschwächt sind. Wenn Badegäste zu diesen Risikogruppen gehören und Hautverletzungen vorhanden sind, sollte ein Kontakt mit Meer- oder Brackwasser unterbleiben, teilte das Lagus online mit. Symptome einer Infektion sind Schüttelfrost, Durchfall, Fieber und Hautausschlag.

Lese-Tipp: 2019 starb sogar eine Frau an den Folgen einer Vibrionen-Infektion