An der Nordsee wird's besonders ungemütlich

Orkanböen und Flutwarnung: Sturmtief „Daniel“ zieht über den Norden

Schon am Dienstag türmte sich das Wasser  am Strand von Westerland zu hohen Wellen auf.
Schon am Dienstag türmte sich das Wasser am Strand von Westerland zu hohen Wellen auf.
© dpa, Axel Heimken, cul

01. Dezember 2021 - 6:57 Uhr

Meteorologen erwarten schwere Sturmböen

Dem Norden steht ein stürmischer Mittwoch bevor. Meteorologen erwarten insbesondere an der Küste und auf den Inseln schwere Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten um die 90 Stundenkilometer. "Das Sturmfeld kommt am Morgen von Westen herein im Binnenland und an der Nordsee", sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg am Dienstag.

Höhepunkt am Nachmittag und Abend

Im Tagesverlauf nehme der Sturm vor allem an der Nordsee zu und erreiche einen Höhepunkt am Nachmittag und Abend. Bei wenigen Wolkenlücken werde es auch im Binnenland zwischen dem Emsland bis hin zur Grenze nach Sachsen-Anhalt stürmisch, sagte die Expertin. Dort sind laut Vorhersage Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 65 und 85 Stundenkilometern aus südwestlicher Richtung zu erwarten.

Windgeschwindigkeiten bis zu 110 Stundenkilometer

Für die Küstengebiete warnt der Seewetterdienst Hamburg im Tagesverlauf vor schweren Sturmböen an der Nordsee. Am Abend herrsche dort Unwettergefahr durch orkanartige Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Auf Helgoland sind dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge dann auch Orkanböen um 125 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen.

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Strände könnten überflutet werden

Für die niedersächsische Nordseeküste besteht laut dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Mittwochabend die Gefahr einer leichten Sturmflut. Nach Angaben des Sturmflutwarndienstes der Behörde am Dienstag kann das Abendhochwasser bei Windstärke acht aus nordnordwestlicher Richtung um einen bis eineinviertel Meter höher auflaufen als das mittlere Tidehochwasser. Strände, Vorländer und Hafenflächen könnten dann überflutet werden. Nach NLWKN-Angaben treten leichte Sturmfluten nach dem langjährigen Mittel statistisch bis zu zehn Mal in der Saison zwischen September und April auf. In der Regel sind sie keine größere Herausforderung für die Küstenschutzbauwerke. (dpa/lzi)