Biden macht Ernst

USA verkünden Politik-Boykott der Winterspiele in China

Joe Biden.
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06. Dezember 2021 - 20:20 Uhr

Politiker bleiben Olympischen Spielen fern

Joe Biden hat seine Drohung wahr gemacht: Der US-Präsident wird mit seiner Regierung den Olympischen Winterspiele in Peking fernbleiben. Diesen diplomatischen Boykott verkündete das Weiße Haus am Montag. US-Sportler dürfen aber an den Wettkämpfen teilnehmen.

"Verstöße gegen Menschenrechte"

"Die Biden-Regierung wird keine Diplomaten oder offiziellen Vertreter zu den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2022 in Peking entsenden", sagte die Sprecherin Jen Psaki in Washington: "Grund sind die anhaltenden Genozide und Verstöße gegen Menschenrechte in Xinjiang sowie weitere Menschenrechtsverletzungen."

Den amerikanischen Athleten sicherte Psaki aber "unsere volle Unterstützung" zu: "Wir stehen zu 100 Prozent hinter ihnen und werden sie von zu Hause aus anfeuern."

Biden hatte diese Maßnahme aus Protest gegen die Menschenrechtsverletzungen in China, die Unterdrückung der uigurischen Muslime in Xinjiang und die Repressionen gegen die Demokratiebewegung in Hongkong bereits vor zwei Wochen angekündigt.

Mehrere republikanische Senatoren hatten einen vollständigen Boykott gefordert. Zahlreiche Abgeordnete beider Parteien, darunter die demokratische Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der republikanische Senator Mitt Romney, plädieren jedoch für diesen diplomatischen Boykott.

Zuvor hatte China bereits "Gegenmaßnahmen" angedroht. Ein solcher Boykott wäre nur "Wichtigtuerei", sagte am Montag der Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian: "Wenn die USA um jeden Preis ihren Weg gehen wollen, wird China entschiedene Gegenmaßnahmen ergreifen." Olympia sei "keine Bühne für politische Manipulationen". (msc/sid)