Ein Kommentar

Mamas brauchen Me-Time!

Linda Elden ist RTL-Redakteurin und Mutter. Sie nimmt sich regelmäßig Auszeiten, um Kraft zu tanken
Linda Elden ist RTL-Redakteurin und Mutter. Sie nimmt sich regelmäßig Auszeiten, um Kraft zu tanken
© rtl.de, Linda Elden

04. August 2021 - 14:38 Uhr

"Seit ich Mama bin, brauche ich regelmäßig Auszeiten"

von Linda Elden

Aaryn Michelle ist alleinerziehende Mama und ging gerade mit einem TikTok-Video viral, in dem sie sagt: "Ich brauche eine Pause von meinen Kids". Dafür hat sie sich ein Hotelzimmer gemietet. Eine Nacht, nur für sich allein. Damit ist sie nicht allein. Viele Mütter brauchen regelmäßig Auszeiten, und auch ich kann mir ein Leben, in dem ich 24/7 mit meinem Sohn zusammen bin, nicht vorstellen!

"Ich bin nicht nur Mutter"

Wir sind gerade aus dem Urlaub zurück und hatten endlich mal wieder richtig viel Zeit als Familie. Mein Mann, mein Sohn und ich haben vier Wochen ununterbrochen miteinander verbracht. Herrlich, aber auch herrlich anstrengend irgendwann. Und das, obwohl der Alltagsstress ja komplett weggefallen ist. Wir mussten weder den Haushalt machen noch kochen oder arbeiten. Wir konnten gemeinsam die Seele baumeln lassen, aber mit Kind ist auch ein Strandurlaub nicht wie früher. Es geht schon damit los, dass man nicht bloß mit einem Handtuch los zieht und sich dann über Stunden in die Sonne legt und nichts tut. Einer von uns war immer in Action, ob im Wasser oder am Strand. Ich weiß nicht, wie viele Sandburgen ich in den vier Wochen gebaut habe, aber es waren einige. Und irgendwann freute ich mich auch wieder ein kleines bisschen auf unseren Alltag und darauf, dass mein zuckersüßer Sohnemann bald wieder in die Kita kann.

Im Alltag baue ich mir immer wieder kleine Pausen ein

Ich bin kein Fan davon, Kinder in diese Welt zu setzen und sich dann nicht um sie zu kümmern. Im Gegenteil. Ich liebe es, Zeit mit meinem Sohn zu verbringen und mache das auch in der Regel sehr achtsam. Das heißt: Ich klettere auch mal mit auf den Turm, die Rutsche und schaue nicht auf mein Smartphone, während mein Kind in der Sandkiste spielt. Mein Mann und ich basteln, malen, spielen, fahren Fahrrad, gehen raus und tun alles dafür, dass unser Fünfjähriger happy ist. Doch manchmal hat man nach acht Stunden Arbeit eigentlich mehr Lust nichts zu tun. Dann fühle ich mich manchmal fremdgesteuert, gestresst und merke irgendwann: Ich brauche einen Break! Das muss nicht immer eine Nacht im Hotel sein, so wie Aaryn es sich wahrscheinlich auch eher selten gönnt. Manchmal reichen zehn Minuten Meditation schon aus, um den Akku wieder ein bisschen aufzuladen. Wir haben leider auch ein bisschen Pech, was die Schlafzeiten unseres Kleinen angeht. Der Braten schläft nämlich gern erst zwischen neun und zehn Uhr ein. Je nachdem, ob mein Mann oder ich ihn ins Bett bringen – einer von uns schläft meistens ein. Also fällt die Me-Time oft am Abend weg. Kleine Pausen in den Alltag ein zu bringen hilft mir deshalb schon ungemein. Ich gehe in der Mittagspause oft spazieren, genieße dann einfach die Ruhe für den Moment und sammle trotz Arbeitsstress dadurch wieder Kraft. Kraft, um meinem Kind genügend Aufmerksamkeit am Nachmittag zu schenken!

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"Ich genieße meine Me-Time in vollen Zügen"

Wenn ich Zeit für mich habe, dann genieße ich sie sehr. Nachdem ich in Vollzeit irgendwann völlig überfordert war, wechselte ich in die Teilzeit. Das bedeutet: Ein Vormittag in der Woche gehört mir, mir ganz allein. Dann mache ich ausschließlich, dass was mir gefällt. Ich höre meine Musik, ich trinke Kaffee im Bett, lese oder gehe laufen. Das entscheide ich immer spontan nach Lust und Laune! Dieser Tag ist für mich mittlerweile unbezahlbar. Ich tanke Energie. Energie, die ich brauche. Für mich, aber natürlich auch für meinen Sohn.