Ursachen im Überblick

Oh oh: Das steckt hinter dem Brennen beim Wasserlassen

21. August 2020 - 12:01 Uhr

Schmerzen beim Wasserlassen können unterschiedliche Ursachen haben

Wenn ein Brennen beim Wasserlassen zu spüren ist, deutet das meist auf eine Entzündung der Harnwege hin. Was Sie in diesem Fall tun können, lesen Sie hier. 

Mit dem Brennen beim Wasserlassen verbindet man meistens eine Blasenentzündung. Bei dieser Erkrankung sind die Schmerzen beim Toilettengang nur eines mehrerer Symptome.

Brennen beim Wasserlassen

Brennen beim Wasserlassen
Das Brennen beim Wasserlassen kann verschiedene Ursachen haben.
© dpa

Hinter den Schmerzen können unterschiedliche Ursachen stecken, deshalb sollten Sie die Beschwerden zur Sicherheit immer von einem Arzt abklären lassen.

Infektionen: Eine der häufigsten Ursachen, die zum Brennen beim Wasserlassen führt, ist eine Infektion. Diese kann beispielsweise durch Bakterien, Pilze, Viren oder Parasiten verursacht werden. Das Brennen tritt vor allem auf, wenn die unteren Harnwege, also Blase und Harnröhre betroffen sind. Bei einer Infektion der oberen Harnwege (Infektion der Nierenbecken, in seltenen Fällen auch der Harnleiter) kann es ebenfalls zu Schmerzen beim Wasserlassen kommen. Außerdem treten zusätzlich Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen im Flanken- und Unterleibsbereich auf.

Entzündungen und Verletzungen: Naheliegend ist, dass ein Brennen beim Wasserlassen durch eine Entzündung oder Verletzung im Genitalbereich verursacht wird. So kann beispielsweise eine Blasenentzündung, die auch durch die Einnahme von Medikamenten verursacht werden kann, Grund der Schmerzen sein. Auch Blasensteine können eine Entzündung der Harnwege hervorrufen, die wiederum das Brennen beim Wasserlassen nach sich zieht.

Auch eine Entzündung der Scheide oder der Schamlippen kann hinter den Schmerzen stecken. Handelt es sich um eine sogenannte "Vaginitis" bzw. "Vulvovaginitis" tritt das Brennen im Bereich der Scheide auf und wird von einem veränderten Ausfluss begleitet. Außerdem haben Sie in diesem Fall Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und verspüren ein Jucken im Intimbereich.

Übrigens: Laut Apotheken Umschau leiden einige Frauen nach den Wechseljahren aufgrund eines Mangels der weiblichen Geschlechtshormone an einer Vulvovaginitis.

Auch Verletzungen im Bereich der Harnwege haben als natürliche Folge, dass durch die Reizung ein Brennen beim Wasserlassen wahrgenommen wird.

Reizblase: Bei einer Reizblase ist das Brennen beim Wasserlassen nur eines von mehreren Symptomen. Mit einer Reizblase gehen auch Krankheitssymptome wie häufiger Harndrang mit geringer Urinmenge und Harninkontinenz einher. Die Reizblase kann unterschiedliche Ursachen haben. So kann beispielsweise eine Harnblasenentzündung oder ein Blasentumor diese verursachen.

Eine Reizblase kann sowohl operativ, als auch mit Medikamenten und bestimmten Übungen und Entspannungsverfahren behandelt werden. Zudem sollten Sie bei einer Reizblase wassertreibende Reizverstärker wie Kaffee, Cola, Alkohol oder starke Gewürze vermeiden.

Behandlung von Harnröhrenentzündung

Wenn Sie ein Brennen beim Wasserlassen spüren, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, der die Ursache abklärt. Handelt es sich um eine bakterielle Infektion, wird Ihnen ein Antibiotikum verschrieben. Sollte die Ursache ansteckend sein, empfiehlt es sich auch, dass Ihr Partner behandelt wird, damit Sie sich nicht nach dem sogenannten Ping-Pong-Effekt nochmals anstecken.

Diese Hausmittel können Ihnen bei der Genesung helfen: Am wichtigsten ist es, viel zu trinken. Wenn Sie dadurch mehr Harndrang haben, werden die Bakterien sozusagen herausgespült. Außerdem sollten Sie die Füße warmhalten, da die Durchblutung der Füße auch die Durchblutung der Harnwege beeinflusst. Wohltuend sind außerdem Fruchtsäfte wie Cranberrysaft* 🛒 und Johannisbeersaft* 🛒. Diese säuern den Urin und erschweren es so den Bakterien, sich zu vermehren.

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.