Warum man seine Katze kastrieren lassen sollte

Kätzchen kämpft um sein Leben! Tierheim teilt emotionalen Appell

Ein letztes Katzenbaby kämpft im Tierheim ums Überleben. (Symbolfoto)
Ein letztes Katzenbaby kämpft im Tierheim ums Überleben. (Symbolfoto)
© RTL

12. August 2021 - 14:59 Uhr

Geboren um zu sterben

Es ist ein emotionaler Aufruf, der zu Tränen rührt. Die Tierrettung Freistadt wendet sich in einem Facebook-Post an ihre User und an alle Tierfreunde. Was die Mitarbeiter des Tierheims jeden Tag erleben müssen, bringt so manche an ihre Grenzen. Erst jetzt wieder wurden Katzen-Babys abgegeben, sie sind nach Aussage des Tierheims "geboren um zu sterben".

Gekämpft, gepflegt, gefüttert und am Ende doch verloren

"Geboren um zu sterben - wo bleibt da der Sinn des Lebens? Wo bleibt da die Gerechtigkeit für jedes Geschöpf? Wo bleibt die Hoffnung für alle Lebewesen der Erde?", mit diesen Sätzen beginnt ein aktueller Facebookeintrag der Tierschutzstelle Freistadt. Denn wie so oft werden im Tierheim in Österreich herrenlose Tiere vorbeigebracht, so auch dieses Mal: 5 kleine Katzen werden gefunden und abgegeben, doch schon auf dem Hinweg versterben zwei. "In der nassen und kalten Welt da draußen gestorben- ohne zu wissen was Liebe, Geborgenheit und Wärme ist … ohne zu wissen was Leben bedeutet", so das Tierheim. Zwei weitere Kitten sterben im Tierheim, trotz Rund-um-die-Uhr-Betreuung, sind zu schwach um wieder aufgepäppelt zu werden.

"Aber 1,5 Tage wo sie Liebe, Geborgenheit und Wärme gespürt haben und mit einer Träne benetzt - die letzte Reise über die Regenbogenbrücke angetreten sind. 1,5 Tage spüren - dass es wen gibt auf dieser Erde - die einen geliebt haben." Das letzte von fünf Kätzchen kämpft ums Überleben. Das Tierheim gibt alles, damit es nicht wie seine vier weiteren Geschwister sterben muss, nachdem es für gerade mal 4 Tage auf der Welt ist.

Bitte lasst eure Katzen kastrieren

Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert und genau das ist es, was die Tierheim-Mitarbeiter so wütend macht. In Österreich gilt das Kastrationsgesetz. Heißt: Katzen, die regelmäßig Zugang ins Freie haben, müssen von einem Tierarzt kastriert werden. Aber von den rund zwei Millionen Katzen, die es in Österreich gibt, sind wohl eben doch noch einige unkastrierte Katzen und verantwortungslose Besitzer unterwegs.

Zudem appelliert das Tierheim: "Dass jeder - was auch immer für ein Lebewesen - er sich anschafft, dafür verantwortlich ist. Dass er für eine artgerechtes Leben, sowie Futter und medizinische Versorgung aufkommen muss. Dass er sich an gesetzliche Pflichten halten muss. Bevor ich mir das Tier zulege".

Am 08. August, als die fünf kleinen Kätzchen das Licht der Welt erblickten, feierte man in Österreich den Weltkatzentag – um an die Verantwortung erinnern, die mit Katzenhaltung verbunden ist. Doch wohl nicht alle hat dieses Verantwortungsbewusstsein bisher erreicht. Und deshalb kämpft das letzte Kätzchen immer noch ums Überleben und das Tierheim erinnert daran: "...mit jedem Tier was geht - stirbt ein kleines Stück von deinem Herzen. Es bröckelt Stück für Stück und damit manchmal auch unser Verständnis für den Spezi Menschen. Ja - man kann nicht alles "retten", aber man könnte viel an Leid verhindern, wenn man seinen Pflichten nachkommen würde." (law)

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