Jäger machte sich verdächtig

Hund mitten im Ort abgeschossen? DNA-Analyse soll Rätsel um "Falco" lösen

Die Haare des Sennenhundes sollen einer DNA-Analyse unterzogen werden (Symbolbild).
Die Haare des Sennenhundes sollen einer DNA-Analyse unterzogen werden (Symbolbild).
© Nina Ruge

06. Dezember 2021 - 16:44 Uhr

Untermarkersdorf: Blutfleck und Schleifspuren gefunden

Der Hund einer Winzerfamilie aus Untermarkersdorf (Österreich) verschwindet Mitte November spurlos. Auf einem Sportplatz im Ort werden ein Blutfleck und Schleifspuren gefunden, die zu einem angrenzenden Feld führen. Der Kadaver des Sennenhundes taucht nicht auf. Jetzt sollen Haare aus der Hundebürste klären, ob der siebenjährige Rüde "Falco" abgeschossen wurde, berichtet das österreichische Portal "oe24".

Haare von Hund "Falco" werden DNA-Analyse unterzogen

Es gibt auch schon einen Verdächtigen: Ein Jäger kam dem Bericht zufolge einige Tage nach Falcos Verschwinden bei der Familie vorbei. "Also, ich war das nicht", soll er ungefragt gesagt haben. Einige Tage später erklärte der Mann, ihm sei an der Stelle, an der sich der Blutfleck befand, lediglich Wildbret vom Fahrzeug getropft.

Allerdings ergab eine DNA-Untersuchung, dass es sich um das Blut eines Hundes handelt. Jetzt sollen Falcos Haare einer DNA-Analyse unterzogen werden. Dann könnte feststehen, dass der Winzerhund getötet wurde: mitten im Ort, wo das Jagen verboten ist. Eine Erklärung dafür, dass Hundeblut von seinem Auto getropft sein könnte, hat der verdächtige Jäger dem Bericht zufolge nicht.

Österreich: Für absichtlichen Abschuss des Hundes droht Haft

Nach Angaben von "oe24" ermittelt die Polizei in dem Fall. Sollte der Hund aus Versehen getötet worden sein, hätte der Schütze dies melden müssen. Ein absichtlicher Abschuss wäre Tierquälerei, für die sogar eine Haftstrafe droht. (bst)