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Einer kassiert sogar ein ungenügend!

Gemüsebreie für Babys im Ökotest: Nur zwei sind empfehlenswert

Babybrei ist die erste feste Nahrung, die Säuglinge zu sich nehmen.
Babybrei ist die erste feste Nahrung, die Säuglinge zu sich nehmen.
© iStockphoto

03. März 2021 - 9:53 Uhr

Welcher Brei für Babys am besten?

Nach vier bis sieben Monaten stehen die meisten Eltern vor einer schwierigen Entscheidung: Soll das Baby selbstgekochten Brei bekommen oder doch ein Fertigprodukt aus dem Handel? Und wenn letzteres, welcher Babybrei soll es letztendlich werden? Denn das Angebot ist breit, und die Babybranche boomt seit Jahren! Um Ihnen diese Entscheidung etwas leichter zu machen, hat Ökotest 20 Gemüsebreie für Babys einmal genauer unter die Lupe genommen – die Ergebnisse haben wir hier für Sie.

Das ist wirklich in den Gläschen

Neben Kartoffeln oder Reis enthalten die getesteten Breie verschiedene Gemüsesorten wie Brokkoli, Pastinaken oder Zucchini – und das ist auch gut so, denn diese liefern den Säuglingen wichtige, sättigende Ballaststoffe und viele Vitamine sowie Mineralstoffe. Doch leider enthalten die Gläschen nicht nur die guten Zutaten! Alle getesteten Brei-Produkte enthalten den Stoff Furan, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als möglicherweise krebserregend einstuft. Zwar sind die enthaltenen Mengen nur klein, trotzdem haben sie eigentlich nichts in Babynahrung zu suchen, denn Tests haben gezeigt, dass der Inhaltsstoff Furan sogar zu Leberschäden führen kann.

Hohe Nitrat- und Cadmiumwerte

In einigen Babybreien wurde außerdem ein hoher Gehalt an Nitrat gefunden, aus dem sich im Körper des Babys krebserregende Nitrosamine bilden können. Im "Babydream Rahmspinat in Kartoffelgemüse" von Rossmann haben die Tester zudem das giftige Schwermetall Cadmium festgestellt, welches auf Dauer die Nieren schädigen kann.

Breie mit Fisch und Fleisch

Für die optimale Versorgung mit Eisen und Zink empfehlen Experten vom Forschungsdepartment Kinderernährung (FKE) den Babys auch Gemüsebreie mit Fleisch zu geben. Wer lieber auf Fleisch verzichten möchte, kann sein Baby auch mit Breien mit eisenreichem Vollkorngetreide wie Haferflocken und etwas Vitamin-C-reichem Saft füttern. Und auch vor Fisch sollten Eltern nicht zurückschrecken, denn der enthält wichtige, langkettige Omega-3-Fettsäuren. "Das habe den Vorteil, dass eine frühe Begegnung mit Fisch späteren Allergien vorbeugt", heißt es im Testbericht von Ökotest.

Das sind die drei Testsieger

Insgesamt haben zwei der getesteten Gemüsebreie für Babys mit der Gesamtnote "gut" abgeschnitten und neun mit der Note "befriedigend". Die "gut" und einer der "befriedigend" getesteten sind:

  • Alnatura Gemüse mit Süßkartoffeln, Demeter (Alnatura), für ca. 00,89€ pro 190g, Note "gut"
  • Alnatura Pastinaken mit Zucchini und Blumenkohl, Demeter (Alnatura), für ca. 00,89€ pro 190g, Note "gut"
  • Babydream Gemüse-Allerlei (Rossmann), für ca. 00,50€ pro 190g, Note "befriedigend"

Die Schlusslichter im Test

Leider haben von 20 getesteten Baby-Gemüsebreien sieben mit der Bewertung "ausreichend" und sogar einer mit der Note "ungenügend" abgeschnitten. Diese Produkte sind unter anderem:

  • Hipp Kürbis mit Kartoffeln (Hipp), ca. 00,80€ pro 190g, Note "ausreichend"
  • Babydream Rahm-Spinat in Kartoffelgemüse (Rossmann), ca. 00,50€ pro 190g, Note "mangelhaft"
  • Holle Kartoffeln, Kürbis & Zucchini, Demeter (Holle), ca. 00,99€ pro 190g, Note "ungenügend"

Babybrei selber machen

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie den Brei für Ihr Baby natürlich auch ganz einfach selber machen. Dann können Sie sicher sein, dass beispielsweise kein Furan in der Säuglingsnahrung ist. Wichtig ist beim selbstgemachten Brei, dass Sie Bio Zutaten verwenden sollten. Außerdem raten Experten, sowohl beim hausgemachten, als auch beim Fertig-Brei, die Nahrung nicht längere Zeit warm zu halten und auch nicht erneut aufzuwärmen – ansonsten können sich Keime vermehren oder der Problemstoff Nitrit bilden.

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