Mallorca-Urlaub auf der Kippe?

Merkel prüft Verbot von Urlaubsreisen ins Ausland

Angela Merkel, Bundeskanzlerin.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin.
© imago images/photothek, Florian Gaertner/photothek.de via www.imago-images.de, www.imago-images.de

25. März 2021 - 8:24 Uhr

Justizministerin soll Sachverhalt überprüfen

Die Bundesregierung prüft, ob Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland wegen der Corona-Pandemie vorübergehend unterbunden werden können. "Das wird jetzt von den zuständigen Ressorts überprüft", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer.

+++ Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus finden Sie in unserem Live-Ticker auf RTL.de +++

Merkel: "Kann nicht sein, dass man sich nicht 15 Kilometer von Wohnort entfernen soll, aber 1.500 km fliegen darf"

Hintergrund ist der vorübergehende Buchungsboom für Mallorca nach der Streichung der Lieblingsinsel der Deutschen von der Liste der Corona-Risikogebiete am 14. März. Damit wurde auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts aufgehoben. Der Schritt erfolgte, weil die Zahl der Neuinfektionen dort unter 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gesunken war. Damit ist der Urlaub auf Mallorca wieder ohne Quarantäne und Testpflicht bei der Rückkehr möglich. Beim Bund-Länder-Treffen am Montag wurde allerdings entschieden, dass künftig für alle Flugpassagiere, die nach Deutschland einreisen, eine Testpflicht eingeführt werden soll.

Der Prüfauftrag geht nun darüber hinaus. Details der Prüfung nannte Demmer nicht. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte aber, dass eine weltweite Reisewarnung wie zu Beginn der Pandemie im vergangenen Frühjahr bisher nicht geplant sei.

Laut "Bild" soll Merkel gesagt haben: "Kann nicht sein, dass man sich nicht 15 Kilometer von Wohnort entfernen soll, aber 1500 km fliegen darf."