RTL/ntv-Trendbarometer

Nicht auf den Weihnachtsmarkt oder aufs Konzert: Mehrheit der Deutschen ändert ihr Corona-Verhalten

63 Prozent der Befragten ändert angesichts der steigenden Infektionszahlen ihr Verhalten. Auch der Besuch des Weihnachtsmarkts gehört dazu.
63 Prozent der Befragten ändert angesichts der steigenden Infektionszahlen ihr Verhalten. Auch der Besuch des Weihnachtsmarkts gehört dazu.
© imago images/Gottfried Czepluch, Gottfried Czepluch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

01. Dezember 2021 - 15:39 Uhr

Die Geimpften ändern ihr Verhalten

Corona ist wieder omnipräsent: Es gibt Sondersendungen im Fernsehen, Politiker treffen sich zu Corona-Gipfeln, Veranstaltungen werden abgesagt. Kommt das inzwischen auch bei den Menschen im Privaten an und verändern sie deswegen ihr Verhalten? Ja, sagt zumindest die Mehrheit der Deutschen im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer. Ungeimpfte sehen das allerdings anders.

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Viele verzichten auf öffentliche Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte oder Konzerte

Hatten Anfang November noch 34 Prozent der Bundesbürger angegeben, aufgrund der gestiegenen Corona-Infektionszahlen etwas an ihren privaten Lebens- und Verhaltensweisen geändert zu haben, sind es mittlerweile 63 Prozent. Mehrheitlich nichts an ihren Alltagsgewohnheiten geändert hat die Gruppe der Ungeimpften. Hier geben 54 Prozent der Befragten an, nichts an ihrem Verhalten zu ändern.

Diejenigen, die infolge der steigenden Infektionszahlen ihre Lebens- und Verhaltensweisen geändert haben, geben vor allem an, dass sie keine öffentlichen Veranstaltungen besuchen (75 Prozent) und dass sie wieder stärker auf die geltenden Hygiene und Abstandsregeln achten (74 Prozent). 65 Prozent haben private Kontakte eingeschränkt, 53 Prozent verzichten auf den Besuch von Restaurants, Kneipen oder Cafés.

70 Prozent der Befragten befürworten einen Lockdown

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34 Prozent wären dafür, dass gegebenenfalls auch wieder die Schulen geschlossen und Fern- bzw. Wechselunterricht eingeführt werden sollte. 54 Prozent meinen hingegen, dass man Schulschließungen auf jeden Fall ausschließen sollte.
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Die Akzeptanz für einen allgemeinen Lockdown wächst zudem. Die Schließung von Geschäften, Clubs, Freizeiteinrichtungen, Ausgangsbeschränkungen und das Verbot von größeren Veranstaltungen befürworten inzwischen 70 Prozent der Deutschen. 26 Prozent sind weiterhin gegen einen generellen Lockdown, auch im Falle weiter steigender Infektionszahlen. Die Anhänger von SPD, Grünen, Union und Linken sprechen sich jeweils mit großer Mehrheit für einen neuen Lockdown aus, falls die Infektionszahlen weiter steigen. Von den Anhängern der FDP befürworten hingegen nur 51 Prozent einen neuen Lockdown, während die AfD-Anhänger einen erneuten Lockdown mehrheitlich ablehnen.

Nur beim Thema Schule sieht das Bild etwas anders aus: 34 Prozent wären dafür, dass bei weiter steigenden Infektionszahlen gegebenenfalls auch wieder die Schulen geschlossen und Fern- bzw. Wechselunterricht eingeführt werden sollte. 54 Prozent meinen hingegen, dass man Schulschließungen auf jeden Fall ausschließen sollte. 12 Prozent sind in dieser Frage unschlüssig.

Die bald regierenden Politiker sind inzwischen einer Impfpflicht nicht mehr abgeneigt und können hier mit breiter Unterstützung rechnen: Mittlerweile sprechen sich 73 Prozent der Bürger für eine allgemeine Impfpflicht aus. 25 Prozent sind gegen eine generelle Impfpflicht. Mehrheitlich gegen eine generelle Impfpflicht sind nur die AfD-Anhänger. (forsa/eku)

Forsa hat im Auftrag von RTL/ntv 1.006 Menschen zwischen dem 29. und 30. November 2021 befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

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