Großeltern hatten Pflegehunde im Garten

Weil Opa unaufmerksam war: Kleiner Avery (6) klettert in Hundezwinger und wird zerfleischt

Mit diesem Bild wandte sich Averys Vater an die Öffentlichkeit und bat um seelischen Beistand. Sein Sohn wurde bei einem schrecklichen Unfall getötet.
Mit diesem Bild wandte sich Averys Vater an die Öffentlichkeit und bat um seelischen Beistand. Sein Sohn wurde bei einem schrecklichen Unfall getötet.
© Facebook

05. Dezember 2021 - 12:04 Uhr

Führte Unaufmerksamkeit zu Zwinger-Unglück?

Sein Opa hat doch nur zehn Minuten nicht aufgepasst – jetzt ist der kleine Avery tot. Der Sechsjährige aus Las Cruces in New Mexico war bei seinen Großeltern zu Besuch, als das Unglück passierte. Der Junge kletterte in einen Hundezwinger, um die Tiere zu streicheln, doch die sahen Avery als Bedrohung und griffen ihn an.

Sechsjähriger soll allein in den Zwinger gegangen sein

Wie Zeitung "Daily Mail" berichtet, sollen die Großeltern des Jungen einen abgesperrten Bereich für die Tiere im Garten angelegt haben. Als der kleine Avery kurz unbeaufsichtigt gewesen sei, habe er das Tor zum Zwinger geöffnet und sei auf wütende Hunde gestoßen. Als sein Großvater zurückgekommen sei, habe er seinen schwer verletzten Enkel gefunden. "Diese Hunde sind wieder hier bei ihm, also glaube ich, dass ein Hund ihn angegriffen hat", soll er in der Notrufzentrale gemeldet haben, berichtet die Zeitung.

Der Junge sei dann in ein Krankenhaus in El Paso im benachbarten US-Bundesstaat Texas geflogen worden. Doch die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun – Avery starb an seinen Wunden.

Zum Gottesdienst für den kleinen Jungen kamen auch seine Idole

In einem emotionalen Facebook-Post meldete sich Averys Vater Pat vergangene Woche zu Wort. Darin rief er die Gemeinde dazu auf, an einer Gedenkfeier für seinen toten Sohn teilzunehmen. "Die Feier ist für die Öffentlichkeit zugänglich – wir könnten die Unterstützung brauchen." Und weiter: "Avery würde das lieben. Tragt etwas Grünes. Es war seine Lieblingsfarbe." Am Ende des Beitrags ruft der trauernde Vater zu mehr Achtsamkeit auf. "Meinem Herzen fehlt ein Teil. Bitte genießen Sie jeden Moment mit Ihrer Familie, eine Tragödie kann immer passieren."

Die Feier soll laut "Daily Mail" am Samstag in der Real Life Kirche im Ort stattgefunden haben. Neben Angehörigen und Bekannten sei auch die Feuerwehr von Las Cruces zu dem Termin erschienen. Der rührende Hintergrund: Averys großer Traum war offenbar, einmal Feuerwehrmann zu werden. Jetzt erwiesen ihm die Retter die letzte Ehre.

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Ermittler prüfen die Hunde-Angriff-Theorie

Ermittler stellen sich jetzt die Frage: Wie konnte ein Sechsjähriger ohne Hilfe in den abgesperrten Hunde-Bereich gelangen? In dem Zwinger sollen sich zum Zeitpunkt des Angriffs sechs Tiere befunden haben. Die ABC-Tochter "KVIA.com" berichtete, dass alle Hunde eingeschläfert wurden, obwohl nicht klar ist, wie viele an dem Vorfall beteiligt waren.

Tragisch: Laut "Daily Mail" handelte es sich bei den Tieren in Großvaters Garten um Pflegehunde, die er retten wollte. Ausgerechnet sie haben offenbar seinen Enkel auf dem Gewissen. Untersuchungen sollen darauf hindeuten, dass es sich bei Averys Tod tatsächlich um einen Unfall handelte – genauso, wie Opa es behauptet hat. Eine Obduktion soll Klarheit schaffen. (dky)