Neu bei AWZ: Christina Siemoneit

Neu bei "Alles was zählt": Christina Siemoneit (23) spielt ab dem 22. September 2011 Sarah Wendt, die verantwortungsvolle und kämpferische Schwester von Melanie. Die Schauspielerin, die aus Rotenburg an der Wümme stammt, steht bei AWZ zum ersten Mal vor einer TV-Kamera. Ihre Rolle Sarah hat viel Herz und kämpft sich und ihre jüngere Schwester Melanie, die bei Ingo und Annette als Pflegekind lebt, trotz des tragischen Todes ihrer Eltern tapfer durchs Leben. Dafür nimmt sie verschiedene Jobs an, unter anderem einen in der "Tanzfabrik Essen" ...
Welche Eigenschaften hast du mit deiner Rolle gemeinsam?
Christina Siemoneit: Auf jeden Fall teile ich mit meiner Rolle Sarah die Leidenschaft fürs Tanzen und ihren Humor. Mein Motto ist genau wie ihres: "Trial and error". Sarah verteidigt sich und ihre Schwester, wenn sie sich nicht respektiert fühlt. Respekt ist auch für mich das A und O im Leben. Der größte Unterschied liegt in der Art, dem Leben zu begegnen. Sarah ist sehr vorsichtig, bis sie ihre Gefühle rauslässt. Aufgrund ihrer Lebenssituation hat sie es verlernt. Ich habe zum Glück nicht so einen Druck und bin daher temperamentvoller und extrovertierter als Sarah. Das ist für mich im Spiel sehr spannend und fordert mich an manchen Stellen. Und ich rede auch privat viel mehr als sie.
Wie war dein erster Drehtag? Warst du aufgeregt?
Es war am Imbiss von Annette. Ich musste Auto fahren, dabei eine Markierung treffen, über den Beifahrersitz aussteigen, dabei reden und mich nicht von dem Funkgerät in dem Auto irritieren lassen, dazu noch auf Regieanweisungen hören… Ich war mit so vielen Vorgängen beschäftigt, dass ich dabei gar nicht mehr gemerkt habe, dass wir drehen. Mich hat das Autofahren und rechtzeitig bremsen, um niemanden vom Team zu überfahren, mehr nervös gemacht als das Spielen an sich.
Tanzen ist Christinas große Leidenschaft

Tanzen ist für Sarah sehr wichtig. Wie ist es bei dir privat?
Tanzen ist für mich ein Ventil. Pina Bausch hat so schön gesagt: "Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren". Das sehe ich genauso. Jeder sollte einmal am Tag mit sich alleine sein und Musik genießen – ob beim Kochen, Putzen oder einfach so.
Die Tanzszenen müssen für den Dreh aufwändig geprobt werden. Wie viel Zeit nimmt das in Anspruch?
Als erstes begegnete mir der Street Dance. In Trainingseinheiten mit einem Coach habe ich den Stil des Tanzes kennengelernt, herausgefunden, welche Bewegungen mir liegen und welche nicht. Momentan arbeiten wir am Tango. Da fordern mich ganz andere Sachen. Die Haltung, ich tanze mit einem Partner, andere Muskelgruppen werden beansprucht. Die Trainingsstunden haben wir zwischendurch oder nach Drehschluss. Es erfordert viel Konzentration, Kraft und Vertrauen, da ich alles selbst tanze.
Welcher Tanz ist dein Lieblingstanz?
Als Standard-Tanz hat es mir der Tango sehr angetan. Schon vor AWZ habe ich Tango Argentino kennen gelernt. Dabei gibt es eine wahnsinnige Energie zwischen den Tanzpartnern. Es entsteht eine Erotik allein über Blicke, Sensibilität und Konzentration aufeinander. Bei mir zuhause entsteht mein eigener Favorit aus dem Moment heraus: ein Medley aus Ballett, Hip Hop und Jazz.
Wie bist du in Rotenburg an der Wümme aufgewachsen?
Sehr behütet und naturverbunden. Wald und Sportplatz grenzen direkt an mein Elternhaus an, daher hatte ich als Kind mit Freunden immer viel Platz und schöne Umgebungen, um zu spielen. Neben der Schule bin ich entweder zum Klavierunterricht gegangen oder habe mich mit Freunden getroffen. Samstags habe ich immer auf dem Wochenmarkt gearbeitet, um mir mein Taschengeld aufzubessern. Zum Glück liegt Rotenburg in der Nähe von Hamburg und Bremen, so dass ich zu meinen Abiturzeiten auch angefangen habe, Großstadtluft zu schnuppern.



