Was passiert, wenn ich meine Nebenkosten nicht mehr zahlen kann?

Wohnungswirtschaft sagt Mietern Kündigungsschutz in der Krise zu

Heizen ohne Heizung? Diese fünf Lifehacks halten Ihre Wohnung warm
Viele Menschen haben Angst vor einem kalten Winter und dass sie ihre Nebenkosten nicht zahlen können. (Symbolbild)
fizkes/Shutterstock.com, SpotOn

Zu den steigenden Energiekosten kommt bei vielen Menschen noch eine Sorge dazu: Was passiert, wenn ich die Nebenkosten nicht mehr zahlen kann, verliere ich dann womöglich auch noch mein Dach über dem Kopf? Die Wohnungswirtschaft hat jetzt einen Kündigungsschutz in der Energiekrise zugesagt.

Wie groß ist Ihre Sorge? Stimmen Sie hier ab!

Die Ergebnisse der Umfrage sind nicht repräsentativ.

Mit den Mieterinnen und Mietern sollen Ratenzahlungen vereinbart werden

„Wie schon im Zuge der Coronapandemie werden die sozial orientierten Wohnungsunternehmen auch in der Energiekrise keine Kündigungen aufgrund von Zahlungsverzug bei den Nebenkostenabrechnungen vornehmen“, sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Axel Gedaschko, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Keiner solle wegen krisenbedingter Zahlungsprobleme seine Wohnung verlieren. In Abstimmung mit den Mieterinnen und Mietern sollten etwa Ratenzahlungen verabredet werden.

Lese-Tipp: Weniger Strom verbrauchen – so sparen Sie bis zu 500 Euro im Jahr

Verband fordert Gaspreisdeckel

Gedaschko betonte allerdings auch, die Auswirkungen der Energiekrise könnten nicht mit den Mitteln des Mietrechts gelöst werden. Die Regierung solle endlich die Probleme an der Wurzel angehen und einen Gaspreisdeckel einführen. Dies sei die einfachste Möglichkeit, um zu verhindern, dass die Preissteigerungen bei den Unternehmen und Verbrauchern ankämen, sagte der GdW-Chef.

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) hatte vorgeschlagen, die Schonfrist auf fristgerechte Kündigungen auszuweiten. Der Präsident des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten, begrüßte den Vorstoß, hält ihn aber nicht für ausreichend. „Was wir wirklich brauchen, ist ein Kündigungsmoratorium, wie es zu Beginn der Corona-Pandemie in Kraft getreten war“, sagte der Mieterbundpräsident den Zeitungen.

Siebenkotten rief Geywitz dennoch dazu auf, ihre Kabinettskollegen davon zu überzeugen, die Regelung der Schonfrist auf fristgerechte Kündigungen auszuweiten. „Auch Richter weisen immer wieder darauf hin, dass die derzeitige Regelung nicht sinnvoll ist: Bei fristlosen Kündigungen haben Mieter die Chance, mit Nachzahlungen die Situation zu reparieren, bei fristgerechten Kündigungen aber nicht. Die Schonfrist sollte für beide Situationen gelten“, sagte Siebenkotten. (dpa/eku)

Lese-Tipp: Duschrechner: So viel Geld können Sie beim Duschen sparen!

Politik & Wirtschaftsnews, Service und Interviews finden Sie hier in der Videoplaylist

Playlist: 30 Videos

Spannende Dokus und mehr

Sie lieben spannende Dokumentationen und Hintergrund-Reportagen? Dann sind Sie bei RTL+ genau richtig: Sehen Sie die Geschichte von Alexej Nawalny vom Giftanschlag bis zur Verhaftung in „Nawalny“.

Außerdem zur aktuellen politischen Lage: „Krieg in der Ukraine – So hilft Deutschland“ und „Klima-Rekorde – Ist Deutschland noch zu retten?“

Spannende Dokus auch aus der Wirtschaft: Jede sechste Online-Bestellung wird wieder zurückgeschickt – „Retouren-Wahnsinn – Die dunkle Seite des Online-Handels“ schaut hinter die Kulissen des Shopping-Booms im Internet.