Sein Klub führt eine Impfpflicht ein

NBA-Superstar Irving darf ohne Anti-Corona-Pieks nicht mehr spielen

NBA-Superstar Kyrie Irving
NBA-Superstar Kyrie Irving
© AP, Elise Amendola, EFA

12. Oktober 2021 - 20:34 Uhr

Drastische Maßnahme

Ohne Spritze keine Spiele! Die Brooklyn Nets haben sich zu einer drastischen Maßnahme entschlossen. Nach den Diskussionen der vergangenen Wochen hat der NBA-Klub einen seiner Superstars suspendiert. Kyrie Irving darf erst wieder zurückkehren, wenn er sich doch noch für eine Corona-Impfung entschieden hat.

So lange nicht dabei, "bis er wieder uneingeschränkter Mitspieler ist"

Nach über eineinhalb Jahren Corona-Pandemie ist es zwar gerade im Profisport verpönt, sich nicht impfen zu lassen, von einer Pflicht ist man aber noch weit entfernt. Zumindest gilt das fast überall, in der US-Metropole ist das anders. Da MÜSSEN Profisportler geimpft sein, um im "Big Apple" ihrem Job nachgehen zu dürfen. Und weil sich Superstar Kyrie Irving offenbar nicht gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, ist er nun von den Brooklyn Nets suspendiert worden. Solange er sich nicht den Anti-Corona-Pieks abgeholt hat, ist er raus.

"Wir haben entschieden, dass Kyrie Irving so lange nicht spielen oder trainieren wird, bis er wieder ein uneingeschränkter Mitspieler ist", sagte General Manager Sean Marks. Denn in New York gibt es eine Impfpflicht für Profisportler. Irving wäre also nur für Auswärtsspiele einsatzbereit, denn er verweigert eine Auskunft über seinen Impfstatus. Sein Club weiß Bescheid, darf aber nicht öffentlich sagen, ob Irving geschützt ist oder nicht.

Irving drohte vor einigen Wochen mit dem Karriereende

Für Irving hat die ganze Sachen auch einen großen finanziellen Schaden. Sein Jahresgehalt liegt bei fast 30 Millionen Euro, pro Spiel gehen ihm über 300.000 Euro durch die Lappen. "Es ist zwingend erforderlich, dass sich Team-Chemie bilden kann. Wir bleiben unseren langjährigen Werten von Zusammengehörigkeit und Aufopferung treu", sagte Marks.

Schon in den vergangenen Wochen war das Impfthema rund um Irving ein Großes bei den Nets. Doch schon vorher gab es Ärger um den Superstar. Weil die New Yorker eher auf ihre beiden anderen Top-Spieler Kevin Durant und James Harden setzen, gab es Überlegungen, Irving zu einem anderen Team zu traden. Seine Reaktion? Er drohte mit dem Karriereende. Brooklyn hätte also einen Star verloren und würde im Gegenzug keinen anderen Spieler bekommen. Jetzt haben sie zumindest so lange, wie nicht klar ist, dass Irving geimpft ist, genau diesen Fall auch ohne Trade. (sho)