"Diese Unfälle kosten eine Menge Geld"

Nächster Schumacher-Crash: Teamchef Steiner „richtig genervt“

Haas-Teamchef Günter Steiner war nach dem 3. Freien Training zum Ungarn-GP nicht sehr gut auf Mick Schumacher zu sprechen
Haas-Teamchef Günter Steiner war nach dem 3. Freien Training zum Ungarn-GP nicht sehr gut auf Mick Schumacher zu sprechen
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01. August 2021 - 14:53 Uhr

Steiner: "Zehn von zehn" auf einer Genervtheits-Skala

Die Crashs von Mick Schumacher werden für seinen Formel-1-Rennstall Haas zu einem echten Problem - für ihn selbst könnten sie es auch werden. Denn sein Teamchef Günter Steiner ist inzwischen "richtig genervt" – zumindest war er das, unmittelbar nachdem Schumacher im 3. Freien Training zum Ungarn-GP seinen Dienstwagen neuerliche zerlegt hatte: "Zehn von zehn" auf einer Skala, sagte der Südtiroler. Bis zum Abend habe es sich auf "fünf von zehn" heruntergekühlt.

"Mick hatte die letzten Rennen einige Unfälle"

"Dreher sind kein Problem, aber diese Unfälle kosten eine Menge Geld", machte Steiner seinem Ärger Luft. "Die Unfälle werden etwas häufiger und heftiger, wir machen zu viele Fehler", sagte Steiner, der dabei Schumachers vielgescholtenen Teamkollegen Nikita Masepin ausdrücklich von der Kritik ausnahm: "Wir sprechen nicht im Plural. Nikita hat sich gut verhalten, er hatte zuletzt keine Schäden. Aber Mick hatte die letzten Rennen einige Unfälle."

Im 3. Freien Training am Samstag auf dem Hungaroring hatte der 22-Jährige in der Highspeed-Kurve 11 die Kontrolle über seinen Rennwagen verloren und war seitlich in den Reifenstapel ein. Die Haas-Mechaniker schafften es anschließend nicht, das beschädigte Getriebe rechtzeitig bis zum Qualifying auszuwechseln. Schumacher musste passen und blieb ohne Quali-Zeit.

"Es gab keinen Grund, ein Risiko einzugehen"

Ein solcher Unfall in einem Freien Training sei besonders ärgerlich, meinte der Haas-Teamchef: "Es gab keinen Grund, ein Risiko einzugehen. Man muss den jungen Fahrern erklären, wann es wert ist, ein Risiko einzugehen und wann nicht", sagte Steiner. "Ich glaube, sie wissen das jetzt. Hoffentlich hilft ihnen diese Erklärung."

Er habe bei derartigen Vorfällen stets die finanzielle Situation des Hinterbänklerteams im Kopf: "Wir haben ein Budget, und damit müssen wir klarkommen." Er plane immer mit Unfällen – "vor allem bei Rookies", betonte Steiner: "Wir haben aber einen Punkt erreicht, an dem man daran arbeiten muss, weniger Unfälle zu bauen." (sid/wwi)

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